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Ab jetzt läuft der IGS-Countdown

Burgwedel Ab jetzt läuft der IGS-Countdown

Das Land hat die Gründung einer Integrierten Gesamtschule in Burgwedel genehmigt. Im August 2016 soll die neue Schulform an den Start gehen. Wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Antworten im Überblick.

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Die Oberschule Burgwedel wird zur IGS. Noch weist ein Schild auf Hauptschule und Realschule hin.

Quelle: Frank Walter

Wie sieht der Zeitplan aus?

Die Landesschulbehörde wird jetzt eine Planungsgruppe berufen, die die neue Schulform in den nächsten Monaten vorbereitet.

Wer sitzt in dieser Planungsgruppe, und was wird darin beraten?

In der Planungsgruppe sitzen Lehrer, Eltern- und Schülervertreter sowie auch die Stadt als Schul-träger. Gemeinsam wird das Profil der IGS Burgwedel erarbeitet: Welche Schwerpunkte soll die Schule anbieten? Wie wird der Unterricht organisiert? Und wie wird die Öffentlichkeit über das Angebot informiert? Lehrer, die in der Planungsgruppe sitzen, werden auch an der IGS unterrichten.

Steht schon fest, ab wann Anmeldungen für die IGS möglich sind?

Das muss die Planungsgruppe jetzt in ihren ersten Treffen festlegen - eine schnelle Information soll laut Stadtverwaltung dann aber gewährleistet sein.

Und nimmt auch die Oberschule noch Anmeldungen entgegen?

Ab dem Schuljahr 2016/2017 läuft die Oberschule aus. Das bedeutet: Eine Anmeldung für den fünften Jahrgang geht nicht mehr - für die oberen Jahrgänge aber schon, solange es diese noch gibt.

Wird die IGS in Burgwedel eine Ganztagsschule werden?

Die IGS Burgwedel ist als teilgebundene Ganztagsschule beantragt. Das heißt: Sie wird wie die Oberschule schon jetzt an zwei Tagen pro Woche verpflichtenden Unterricht am Nachmittag anbieten.

Warum geht die Stadt davon aus, dass es eine vierzügige IGS wird? Und was passiert, wenn das nicht umgesetzt wird?

Das Anwahlverhalten der Eltern in den vergangenen Jahren habe laut Stadtverwaltung gezeigt, dass die IGS vierzügig wird. So oder so: Das Land wird seine IGS-Genehmigung nicht zurückziehen, wenn die IGS im ersten Jahrgang mit weniger als vier Klassen startet.

Wie viel Gastschulgeld kann die Stadt sparen, wenn die Burgwedeler künftig nicht mehr für einen IGS-Besuch „auswandern“?

Die Stadt Burgwedel zahlt jährlich rund 300 000 Euro an andere Kommunen, weil ihre Schüler dort eine Schule besuchen. Mit der IGS in Burgwedel wird sich dieser Betrag Jahr für Jahr verringern.

Kann an der IGS ein Abitur abgelegt werden, und wird die IGS so zur Konkurrenz fürs Gymnasium?

Nein. Eine gymnasiale Oberstufe ist an der IGS Burgwedel nicht vorgesehen - weil die Stadt davon ausgeht, dass eine IGS-Oberstufe und die gymnasiale Oberstufe nicht gleichzeitig funktionierend nebeneinander existieren könnten. Hier legen Politik und Verwaltung den Schwerpunkt auf die Kooperation beider Schulen: Wer nach der zehnten Klasse für das Abitur auf das Gymnasium wechseln will, wird dabei begleitet und unterstützt. Durch die steigende Schülerzahl in der Oberstufe des Gymnasiums könne dort das Angebot umfangreicher werden.

Reicht der Platz in der Oberschule und in der Mensa für die IGS aus?

Grundsätzlich braucht es keine Baumaßnahmen für die neue IGS. Gebaut wird trotzdem: Die Mensa ist jetzt schon zu eng und wird erweitert. Bis zur Fertigstellung der Gymnasiumserweiterung wird laut Verwaltung der Platz in der Oberschule für die IGS-Schüler reichen, und das, obwohl sie zurzeit neun Klassen des Gymnasiums Asyl bietet. Wie die einzelnen Räume später den Schulen zugewiesen werden, soll die weitere Planung ergeben.

Koch ist „hocherfreut“, Johannes „respektiert“ die IGS-Bewilligung

Der Einrichtung einer neuen IGS in Burgwedel sehen die Leiterinnen der beiden weiterführenden Schulen der Stadt mit unterschiedlichen Gefühlen entgegen. „Wir sind hocherfreut. Das ist genau das, was wir uns immer gewünscht haben“, sagt Renate Koch, Rektorin der Oberschule Burgwedel (OBS). Schon früh hatte sich ihr Kollegium für einen gymnasialen Zweig an der Oberschule starkgemacht und später seine Bereitschaft erklärt, den Elternwillen für eine IGS engagiert umzusetzen. „Das wird eine Menge Arbeit in der Planungsgruppe“, prophezeit Koch. Sie geht davon aus, dass viele OBS-Lehrer sich für dieses Gremium bewerben werden. „Wir respektieren diese Entscheidung“, sagt Gesa Johannes, Direktorin des Gymnasiums, zur Bewilligung einer IGS. „Obwohl wir uns kein zweites gymnasiales Angebot in Burgwedel gewünscht hatten, werden wir sicher Formen der Zusammenarbeit entwickeln.“ Johannes erinnert daran, dass ihre Schule als größter Bildungsträger der Stadt schon jetzt so attraktive Möglichkeiten für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe biete, dass die Kapazitäten überbucht seien. „Wichtig ist, an der Qualität der Schulen zu arbeiten“, fordert die Schulleiterin – ein Hinweis auf den „Sanierungsstau“ am Gymnasium, der schnellstens aufgelöst werden müsse.

Von Martin Lauber und Carina Bahl

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