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200 Kinder folgen dem Lockruf des Waldes

Burgwedel 200 Kinder folgen dem Lockruf des Waldes

Hundertstimmiges Kindergezwitscher mischte sich am Dienstag, dem Internationalen Tag des Waldes, ins Frühlingskonzert der Vögel – im Rahden bei Wettmar ebenso wie im Fuhrberger Holz im nordöstlichsten Zipfel des Burgwedeler Stadtgebietes.

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Paul-Heinz Hille beeindruckt bei den Waldjugendspielen im Rahden mit einem Wildschweinschädel.

Quelle: Marftin Lauber

Wettmar/Fuhrberg. Der „Internationale Tag des Waldes“ ist für Waldpädagogen und Forstleute alljährlich ein willkommener Anlass, den Frühling zu begrüßen. Ihrem Lockruf folgten gestern vier Burgwedeler Grundschulen und die IGS Mühlenberg.

Im Rahden zwischen Wettmar und Kleinburgwedel erlebten die Waldjugendspiele nach jahrelanger Pause eine Renaissance. Sage und schreibe 20 Mitarbeiter und Pensionäre boten die Niedersächsischen Landesforsten auf, um etwa 100 Viertklässlern aus Wettmar, Thönse, Großburgwedel und Fuhrberg an sieben Wettbewerbsstationen kompetente Ansprechpartner bieten zu können.

Landkinder kennen sich gut aus

Welcher Schädel gehört zu welcher Schwarte? Welches Insekt hat seine Fressgänge in die Borke gegraben? Wer hätte so etwas besser beantworten können als Burgwedels Naturschutzbeauftragter und Förster i.R. Paul-Heinz Hille. An der Station von Anne Jantzen wurden Bäume bestimmt. Die Forstinspektoranwärterin war beeindruckt, wie viel Grundwissen die Kinder zum Thema Wald abrufen konnten.

Im Viertelstundentakt ertönte das Signal eines Jagdhorns – und weiter ging es im Galopp zur nächsten Station. Forstwirt Gert Rüping ließ sich zeigen, wo am Eichenstamm er die Motorsäge ansetzen sollte, damit der Abschnitt drei Kilogramm wiegt. Die Schwierigkeit bestand für die Kinder darin, dass die Referenzscheibe von einer Buche stammte. Unglaublich: Die „Haselnuss“-Gruppe aus Fuhrberg traf das Gewicht aufs Gramm genau. Ihre Grundschule errang am Ende den Hauptpreis, einen Waldaktionstag, während die „Eichelhäher“ aus Thönse als Gruppenpreis je eine Eintrittskarte für das Wisentgehege in Springe gewannen.

 IGS pflanzt CO²-Fresser

Wie anders verhielt es sich da bei vielen der rund 100 Stadtkinder aus der hannoverschen IGS Mühlenberg, die zur gleichen Zeit auf Einladung von Wasserwerksbetreiber Enercity nordöstlich von Fuhrberg 3000 Buchen einpflanzten. „Gameboy, Handy, Bäume pflanzen, die schlagen hier hart auf“, brachte es Matthias Grützmacher auf den Punkt. Einer seiner Schützlinge erblickte am „Tag des Waldes“ gar das allererste Reh seines Lebens.

Aber der IGS-Lehrer arbeitet zielstrebig an einem besseren Naturverständnis seiner Schüler. Seit vier Jahren kommt er jährlich mit fünften Klassen. 13 200 der insgesamt (seit 1996) gepflanzten zwölf Millionen Buchen und Lärchen im Fuhrberger Grundwasserschutzwald haben seine Schüler in die Erde gebracht. Das Klima ist für Grützmacher dabei ein großes Thema – sein Schlachtruf:„CO²-Fresser pflanzen, das ist unser Ziel.“

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