Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Ein "Marché francais" zum 20. Geburtstag

Burgwedel Ein "Marché francais" zum 20. Geburtstag

Am Sonnabend,7. Mai, gibt es normannische Delikatessen auf dem Domfrontplatz in Großburgwedel. Anlass ist das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit der Stadt in der Normandie.

Voriger Artikel
DRK-Bereitschaften endlich unter einem Dach
Nächster Artikel
Verbundenheit überwindet Grenzen

So sah es aus, als vor einigen Jahren die Burgwedeler die Bürger vom Domfront auf deren Place St. Julien einluden.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Nach 14 Stunden Busfahrt sind sie glücklich gelandet: 40 Franzosen aus "Domfront en Poiraie", wie Burgwedels Partnerstadt nach der Fusion mit zwei kleineren Nachbargemeinden seit Jahresbeginn offiziell heißt. "En Poiraie", das bedeutet soviel wie „im Birnenland“.

An Bord ihres Reisebusses haben die Gäste alles mitgebracht, was zu einem "Marché francais avec dégustations" dazu gehört: Camembert aus heimischer Produktion, den süffigen Birnen-Cidre Poiree wie auch leckeren Pommeau aus zwei Teilen Apfelsaft und einem Teil Calvados, Biscuits, Konfitüre und sogar Mehl, aus dem heute Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Domfrontplatz von Großburgwedel frische Crêpes gebacken werden. Denn nicht nur Liebe geht durch den Magen, auch Delikatessen sind einer guten Städtepartnerschaft förderlich.

Die zwischen Burgwedel und dem mittelalterlichen Städtchen in der Normandie jährt sich in diesem Jahr das 20. Mal. Dieser Geburtstag ist Anlass für den "Marché", auf dem heute alle Bürger willkommen sind. Umgekehrt haben auch die Burgwedeler schon auf der Place St. Julien in Domfront die Menschen der Gastgeber-Stadt verwöhnt: Brat- und Mettwürstchen und Lüttje Lagen waren die lukullischen Visitenkarten der Niedersachsen.

Seit die Freundschaft im Jahr 1996 offiziell wurde, haben rund 500 Burgwedeler – die per Schulpartnerschaft befreundeten Gymnasiasten gar nicht mitgerechnet – die Stadt an der Orne und ihre Bewohner persönlich kennengelernt, schätzt Andreas Listing, der seit 17 Jahren auf deutscher Seite an der Spitze des "Vereins Partnerschaft Domfront-Burgwedel e.V." steht. "Man muss darauf achten, dass eine solche Partnerschaft nicht aus dem Rathaus gesteuert wird, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommt", findet er.

Und so ist das auch: Frankophile Privatleute, aber auch Feuerwehr, Vereine, Sportler, Blasmusiker und Sänger sind im Jahresturnus hin- und her gependelt - und natürlich auch immer wieder Offizielle aus Verwaltung und Rat. "Aber Politik hat keinen Einfluss auf unsere Partnerschaft", sagt Marie Laure Prudhomme, die seit 19 Jahren Listings Pendant auf französischer Seite ist. "Dazu sind mittlerweile viel zu viele Freundschaften entstanden."

Für Andreas Listing ist genau dies der Kern der Partnerschaft. Er erinnert an den Grundgedanken des Élysée-Vertrags, mit dem Bundeskanzler Adenauer und Staatspräsident de Gaulle 18 Jahre nach Kriegsende die deutsch-französische Freundschaft besiegelten: "Wer sich kennt, schießt nicht aufeinander."

doc6pls8wx20dcd4wxglmb

Fotostrecke Burgwedel: Ein "Marché francais" zum 20. Geburtstag

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6slqn371eautd2w7l5i
Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers

Fotostrecke Burgwedel: Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers