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Rossmann will sich bei Fiege einmieten

Burgwedel Rossmann will sich bei Fiege einmieten

225 Filialen will Rossmann in diesem Jahr allein in Deutschland seinen aktuell 2057 Zweigstellen hinzufügen – plus 110 im Ausland. Konsequenzen hat das auch am Standort des Drogeriediscounters, wo am Donnerstag Medienvertreter aus ganz Deutschland bei der jährlichen Bilanzpressekonferenz den neuesten Unternehmenszahlen lauschten.

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Im Gewerbegebiet VII hinter der Rossmann-Zentrale zieht die Firma Fiege gerade eine Logistikhalle hoch. Der Drogeriediscounter möchte in einem Teil des neuen Komplexes seinen Ladenbau konzentrieren und steht in Verhandlungen mit Fiege.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Rund 1800 Beschäftigte arbeiten zurzeit in Großburgwedel, 100 mehr als noch vor einem Jahr. Und auf der Computermesse Cebit war Rossmann präsent, um weitere IT-Kräfte zu rekrutieren. So platzt die 2015 bezogene Büro-Dependance an der Straße Im Langen Felde schon wieder aus allen Nähten. Für die Immobilienabteilung, die in der erst 2011 in Betrieb genommenen Zentrale an der Isernhägener Straße sitzt, entsteht zurzeit an der Straße In der Meineworth ein eigenes Gebäude.

Auch die Baustelle hinter der Zentrale hat etwas mit der Expansion zu tun: Im künftigen 40 000 Quadratmeter großen Logistikzentrum der Firma Fiege will sich Rossmann einmieten, um dort auf einem Viertel der Fläche seine Eigenbedarfslogistik zu konzentrieren und neu zu strukturieren. „Wir stehen in Verhandlungen“, berichtet Logistikvorstand Michael Rybak. „Unser Ladenbau ist zurzeit überall verstreut.“

Nennenswert mehr Schwerlastverkehr sei weder mit dieser Entwicklung noch mit den neuen Filialen verbunden, versichert Rybak. Das Großburgwedeler Verteilzentrum sei seit Jahren ausgelastet. Auch weiterhin würden von dort aus nicht mehr als die bisher rund 400 Filialen mit Ware versorgt. 91 Rossmann-Lastwagen plus Anlieferverkehr docken Rybak zufolge dort im Zweischichtbetrieb täglich an. Die Kritik an Rossmann-Lastern in den Isernhagener Altdörfern werde sehr ernst genommen, sagt der Logistik-Vorstand, erklären könne er sie sich aber nicht. Die Routenplaner-Software aller Lastwagen sei auf die kürzeste Distanz zur A 2 programmiert, das bedeute beim Verlassen des Rossmann-Geländes: auf links Abbiegen. Allenfalls bei einem Stau steuerten die Lkw-Chauffeure nach rechts. Aus Isernhagen habe bisher niemand zu ihm Kontakt aufgenommen. „Ich bin gesprächsbereit“, sagt Rybak.

Vor der Haustür und auf der Westseite hat die Konzernzentrale zurzeit Straßenbaustellen. Die neue Erschließungsstraße ins Gewerbegebiet VII, wo Fiege baut, bedeute eine große Verbesserung, sagt Rybak. Über diese Straße, deren Einmündung in die L 381 mit einer Ampel gesichert ist, soll künftig der gesamte ausgehende Werksverkehr geführt werden. Das entlaste die internen Verkehrswege, sei aber vor allen Dingen sicherer.

Was Rybak nicht versteht: Seit Jahren bemühe sich Rossmann im Sinne der Sicherheit seiner Beschäftigten, die mit dem Auto zur Arbeit kommen, bei den Verkehrsbehörden um Tempo 50 für den gesamten Straßenabschnitt – aber ohne Erfolg.

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