Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Amtsärzte haben keine Bedenken

Engensen Amtsärzte haben keine Bedenken

Die Amtsärzte der Region haben keine Bedenken, was die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Kita-Gelände in Engensen angeht – das hat die Stadt jetzt schriftlich.

Voriger Artikel
Freude über „Variante 4 plus“
Nächster Artikel
Geschenke lassen Kinderaugen leuchten

Die Region teilt mit, dass die Situation vor Ort kein erhöhtes Infektionsrisiko darstellt.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Am Donnerstagnachmittag haben Manuela Görlitz und Freya Kalmbach, deren Kinder die Kita in Engensen besuchen, eine Liste der 946 Unterzeichner ihrer oben genannten Petition an Bürgermeister Axel Düker überreicht - ihre zentrale Botschaft: „Kinderrechte sind Menschenrechte!“ Ihr Fazit hinterher: In der Form freundlich, aber ergebnislos sei das Gespräch mit Düker, Stadträtin Christiane Concilio und Rathaus-Sprecherin Michaela Seitz-Seidel verlaufen, so Görlitz. Ihre Einwände in Bezug auf „gesundheitliche und sicherheitsrelevante Aspekte“ hätten die drei als unbegründet erachtet. Als „sehr hart“ empfand Görlitz Dükers Aussage, die Petition habe den Ruf Burgwedels ruiniert. „Man lässt unsere Meinung zu der umstrittenen Standortwahl nicht zu.“ Kalmbach kündigte an, sie werde für ihr Kind eine andere Betreuung suchen, falls die Stadt an ihrer Planung festhalte.

Dabei hatte die Verwaltung gehofft, die Bedenken der Kritikerinnen gegen ihren Nofallplan B, im Bedarfsfall 40 Flüchtlinge in der Mehrzweckhalle unterzubringen, doch noch zerstreuen zu können. Zwei Tage vor dem Treffen hatten auf Bitten der Stadt zwei Vertreter des Fachbereichs Gesundheit der Region die Situation in Engensen in Augenschein genommen. Die Einschätzung der Amtsärzte in Form eines Frage-und-Antwort-Katalogs soll nächsten Dienstag auf der Stadt-Homepage burgwedel.de veröffentlicht werden - hier zwei der Punkte:

Gibt es aus ärztlicher Sicht Bedenken? Region: Nein.

Inwieweit stellt ein sich Begegnen auf Wegen ein Risiko für die Kinder dar? Schätzen Sie dieses Infektionsrisiko höher ein als bei anderen Begegnungen (Kino, Einkaufen, [...] öffentliche Verkehrsmittel)? Region: Nein - die Situation vor Ort stellt kein erhöhtes Infektionsrisiko dar.

Gleichwohl legen die Amtsärzte der Stadt eine „klare Abgrenzung der unterschiedlichen Nutzungsbereiche“ des Kita-Freigeländes nahe. Die Stadt sollte einen Eingang zum (abgezäunten) Flüchtlingsbereich schaffen, „um die Zugangs- und Ausgangsströme besser zu organisieren und auch ein einfaches Sich-Verlaufen der kleineren Kinder zu vermeiden“. Dazu bedürfe es nur eines Türchens, so Düker, der den Plan B damit als praxistauglich ansieht. Für Engensen sehe er nur eine Ansteckungsgefahr: „Die einzige hochinfektiöse Krankheit ist Rassismus.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten