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Wer hat den Tüv-Stempel gefälscht?

Burgwedel Wer hat den Tüv-Stempel gefälscht?

Das Amtsgericht Burgwedel hat jetzt einen 45-Jährigen freigesprochen, der wegen Urkundenfälschung angeklagt worden war. Die Polizei hatte den Lastwagen des Mannes im September bei einer Verkehrskontrolle in der Wedemark überprüft – und einen gefälschten TÜV-Stempel entdeckt.

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Ein Lastwagenfahrer ist vor dem Amtsgericht Burgwedel jetzt freigesprochen worden.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Im Gerichtssaal wollte der Mann davon nichts wissen: „Ich habe den Lastwagen von einem Schrotthändler gebraucht gekauft“, schilderte er. Gutgläubig habe er sich darauf verlassen, dass der Verkäufer – ein Bekannter – wie angekündigt den TÜV erneuert habe. „Ich habe vorher doch noch nie etwas mit Lastwagen zu tun gehabt.“

Der Verkäufer blieb dem ersten Verhandlungstag unentschuldigt fern – was ihn ein Ordnungsgeld von 150 Euro kostet. Bei der Fortsetzung brachte er jedoch Licht ins Dunkel – zumindest fast: Der Angeklagte habe tatsächlich nichts mit der Urkundenfälschung zu tun gehabt. Allerdings: Auch er selbst sei unschuldig. Er habe nicht persönlich den TÜV verlängern lassen, sondern wiederum einem unbekannten Dritten die Hauptuntersuchung überlassen, dem er aber erst einmal zuvor in einer Spielhalle begegnet sei. Richter Michael Siebrecht war diese Aussage mehr als suspekt.

Ob der Schrotthändler sich nun selbst vor Gericht verantworten muss, bleibt abzuwarten. Die Entlastung für den Angeklagten war aber unstrittig – der Freispruch auch.

Von Jara Urban

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