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Euroschlüssel für Amtshof-Toilette geplant

Burgwedel Euroschlüssel für Amtshof-Toilette geplant

Wie lässt sich Menschen mit Behinderung rund um die Uhr der Zugang zu öffentlichen Toiletten ermöglichen? Diese Debatte beschäftigt die Burgwedeler Politik schon lange. Die Lösung heißt jetzt: Euroschlüssel.

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Die Stadverwaltung möchte noch in diesem Jahr per Euroschließsystem die Behindertentoilette im Amtshof rund um die zugänglich machen.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Die behindertengerechte Toilette im Amtshof ist bereits öffentlich – Schilder in den Innenstadt weisen auf sie hin. Das Problem liegt jedoch auf der Hand: Bisher war sie nur zugänglich während der VHS-Öffnungszeiten oder bei Veranstaltungen. Abends, nachts und während der Ferien blieb die Tür aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Das könnte sich jetzt ändern. Die Stadt plant, noch in diesem Jahr das Schließsystem im Amtshof auszutauschen, um es kompatibel mit den anderen Systemen in städtischen Gebäuden zu machen. In diesem Zuge könnte auch die Außentür des Amtshofes – die in den Vorraum führt, wo sich die Behindertentoilette befindet – mit einer Euroschließung versehen werden. 2000 Euro müssten dafür an Haushaltsmitteln investiert werden, da aus Sicherheitsgründen die Schiebetür zwischen Vorraum und Amtshof zusätzlich mit einem Außenschließzylinder bedacht würde. Einen sogenannten Euroschlüssel könnten sich Berechtigte später durch externe Dienstleister auf eigene Kosten ausstellen lassen.

Drei Haken hat die Sache aus Sicht der Verwaltung: Erstens müssten künftig alle Nutzer des Amtshofes daran denken, am Ende auch die Zwischentür abzuschließen – eine hohe Fehlerquelle. Zweitens würde der Alarm-Notruf in der Behindertentoilette ins Leere laufen, wenn sich niemand im Amtshof befindet, der zur Hilfe eilen kann. Drittens kann der Behindertentoilette baulich kein zweiter Rettungsweg ermöglicht werden.

Aus Sicht der Verwaltung ist das aber alles kein Problem. Rechtlich sei die Lösung dennoch einwandfrei, und selbst wenn jemand einmal nicht abschließe, sei die Gefahr, dass ein Mensch mit Behinderung nach seinem Toilettengang Unheil im Amtshof anrichtet, ja durchaus überschaubar.

Der Sozialausschuss wird über das Thema am nächsten Dienstag, 20. September, ab 18.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses öffentlich beraten. Bürger können am Ende Fragen an die Politiker und die Verwaltung stellen.

Von Carina Bahl

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