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Antonia Heinrich feiert mit Bundespräsident

Burgwedel Antonia Heinrich feiert mit Bundespräsident

Es gibt Erfolgsgeschichten, die haben es mehr als verdient, auch vom Bundespräsidenten mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. Eine davon ist die Brasilien-Uganda-Hilfe, die vor 23 Jahren von sieben Mitgliedern der katholischen St.-Paulus-Gemeinde in Großburgwedel ins Leben gerufen wurde.

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Antonia Heinrich (rechts) feiert beim Bürgerfest mit Bundespräsident Joachim Gauck.

Quelle: privat

Burgwedel. Die Vorsitzende Antonia Heinrich durfte als Dank für das soziale Engagement am Freitagabend beim Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue teilnehmen. Der Einsatz des Vereins lässt sich an wenigen Zahlen messen: Um Kinder und Jugendliche aus Brasilien, Kenia und Uganda in der schulischen und beruflichen Bildung zu unterstützen, sind bereits 200 Patenschaften installiert worden. Die Kinder kommen allesamt aus HIV-betroffenen Familien und erhalten zusätzlich zur finanziellen Unterstützung Aufklärung zu Gesundheit, Aids und beruflicher Selbstständigkeit. 93 junge Menschen haben so den Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit geschafft – 33 mit Universitätsabschluss, 14 sind Lehrer geworden, und 46 haben nun eine andere berufliche Qualifikation.

Die Herausforderung, die Patenschaft zu finanzieren, wird jedoch für den Verein immer größer: Eine Patenschaft für Schulanfänger kostet 195 Euro im Jahr – das steigert sich laut Heinrich bis zu 350 Euro. Wer seinem Patenkind ein Studium ermöglichen möchte, muss mit bis zu 1200 Euro im Jahr rechnen. „Für manchen Paten ist das zu viel“, weiß die Vorsitzende. Deshalb bemühe sich der Verein darum, Teilpatenschaften zu finden, damit mehrere Mitglieder gemeinsam helfen. Auch einmalige Spenden sind gefragt und erwünscht.

Ein Beispiel, wie gut das funktionieren kann, ist Patrick Yiga: Der Teilpaten-Student ist im letzten Jahr seines Chemiestudiums angekommen – und hat gute Chancen, im nächsten Jahr eine Stelle bei einem großen Unternehmen anzutreten. Wie schön die Früchte ihrer Arbeit aussehen können, zeigte Heinrich Bundespräsident Joachim Gauck auf besondere Weise. Weil in der Einladung zum Bürgerfest eine Kleiderordnung mit dem Vermerk „gern Tracht“ vorgegeben war, trug Heinrich eine bunte Jacke aus Uganda, die ein Patenkind für sie genäht hat, dem der Verein die Ausbildung zur Schneiderin finanziert hatte.

Verein sucht Spenden für konkrete Patenschaft

Die Brasilien-Uganda-Hilfe wurde vor sieben Jahren auf die damals 13-jährige Resty Namukwenda aufmerksam. Resty hat drei Geschwister, kommt aus Kampala – ihre Mutter starb 2003 an Aids, ihr Vater 2008 an Krebs. Die Vollwaisin teilte sich fortan mit drei Geschwistern bei ihrer Großmutter ein Bett, die allerdings nicht für sie sorgen konnte. Jetzt hat Resty große Pläne für die eigene Zukunft: Sie möchte am Nsambya Hospital Labortechnik studieren. Das kostet allerdings 1150 Euro pro Jahr. Der Verein in Burgwedel sucht daher jetzt dringend nach Spenden oder Patenschaften, um Resty das zu ermöglichen. Alle Informationen, das Spendenkonto und Ansprechpartner gibt es im Internet auf brasilien-uganda-hilfe.de und unter Telefon (0 51 30) 92 54 72

Von Carina Bahl

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