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Viel Skepsis gegenüber Fahradschutzstreifen

Burgwedel Viel Skepsis gegenüber Fahradschutzstreifen

Beim Radverkehr besteht in Burgwedel Verbesserungsbedarf. Darüber bestand Einigkeit, als der ADFC am Donnerstagabend Kandidaten aller Parteien aufs Podium bat. Das Thema lockte mehr als doppelt soviele Interessierte in den WohnPark als tags zuvor das SPD-Bürgergespräch zum Klinikneubau.

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Die Kandidaten beim ADFC-Wahlpodium (von links): Joachim Rödiger (SPD), Heinz Heinicke (CDU), Erwin Fette (Grüne), Ferdinand Bruss (FDP), Steffen Timmann (ADFC), Volker Körlin (AfD), Adam Malik (Die Partei), Michael Wiekenberg (WEB), Rudolf Gutte (Unabhängige).

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Das wollte Steffen Timmann, Vorsitzender der erst 2015 gegründeten Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC), von den Kandidaten wissen: Wie stehen sie zu einem – von der aktuellen Ratsmehrheit abgelehnten – Radverkehrskonzept? Und wie zu Fahrradschutzstreifen – statt laut ADFC gefährlicher, weil gegenläufig befahrenener Radwege?

Dies vorab: Die Schnittmengen sind groß. Bis auf Heinz Heinicke (CDU), der städtisches Geld lieber in konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs investiert sehen will als in ein Gutachten, sprachen sich fast alle für ein professionelles Konzept aus. Daran führe kein Weg vorbei, so Joachim Rödiger (SPD). Ferdinand Bruss (FDP) hält es gar für notwendig, den Radverkehr innerhalb eines Stadtentwicklungskonzepts weiterzuentwickeln. Michael Wiekenberg (WEB) forderte, dass die Ortsteile nicht außen vor bleiben dürfen. Möglichkeiten zum sicheren Anschließen von Rädern sowie Ladestationen für E-Bikes an Bushaltestellen will wie Wiekenberg auch Erwin Fette (Grüne) dabei berücksichtigt sehen.

Gegen Fahrradschutzstreifen, wie die Region sie gerade für die Ortsdurchfahrten von Isernhagen K.B. und N.B. plant, gibt es Vorbehalte. Es fehlen schlicht noch Informationen. Flexibilität wünschte sich Rudolf Gutte (Unabhängige) mit Verweis auf das Beispiel Ehlershausen: Dort fühlten sich ältere Radler sich auf den Schutzstreifen eher unsicher und unwohl – die Bürgersteige daneben seien gähnend leer. Auch Volker Körlin (AfD) sähe die Radler lieber separiert als auf der Straße.

Schmunzeln erntete Adam Malik (Die Partei), der das Problem durch überdachte und beheizte Radwege auf zwei Ebenen lösen will. Und sollte der Radverkehr einen eigenen Titel im Haushalt bekommen? Nur Bruss forderte das im Sinne von mehr Transparenz dezidiert. Bislang tauche er im Etat kein einziges Mal auf.

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Radverkehr, das ist in Burgwedel ein Thema von hoher Relevanz. Beim Wahlpodium des ADFC reichten die Fahrradparkplätze des WohnParks nicht aus.

Quelle: Martin Lauber
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