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Kein Kita- oder Krippenkind bleibt unversorgt

Burgwedel Kein Kita- oder Krippenkind bleibt unversorgt

Der klassische Kita-Platz bis 13 Uhr ist ein Auslaufmodell: Auch das ist eine Erkenntnis aus dem Bericht, den Burgwedels Erste Stadträtin Christine Concilio dem Jugendausschuss erstattet hat. Auch immer mehr Grundschüler nutzen Nachmittagsangebote.

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Fast alle Burgwedeler Kinder, die fürs neue Kita- und Krippenjahr 2016/17 angemeldet wurden, bekommen eine Zusage.

Quelle: Julian Stratenschulte

Burgwedel. Bis auf Einzelfälle werde alle Burgwedeler Eltern, die ihre Kinder zum August in Kindertagesstätten angemeldet haben, Ende April eine schriftliche Zusage bekommen. „Uns geht kein Kind verloren“, resümiert die Erste Stadträtin Christiane Concilio, nachdem der Jugendausschuss die Plätze für das Kindergarten- und Krippenjahr 2017/18 vergeben hat. Auch wer eine der wenigen „formellen Absagen“ im Briefkasten vorfinde, sollte sich keine Sorgen machen, so Concilio weiter. „Auch diese Kinder sind versorgt.“ Das sei in einer Planungskonferenz aller städtischen sowie der beiden kirchlichen und der Pestalozzi-Kindertagesstätte sichergestellt worden.

Kindergärten: Bedarf gedeckt

Regelmäßig erstattet die Erste Stadträtin im Jugendausschuss Bericht über die mittelfristige Kita-Planung. Fast 70 Prozent der 667 Kindergartenplätze, die die Stadt verteilt über alle Ortsteile (außer Oldhorst) anbietet, bieten eine tägliche Betreuungszeit von sieben Stunden oder mehr. Die vorhandenen Kapazitäten sind, gemessen an den gemeldeten Geburten, auf denen die Planung basiert, ausreichend. Mehr als 50 überschüssige Plätze gibt es danach in den städtischen Kitas in den nächsten beiden Jahren, in den beiden Folgejahren sogar 71. Zu berücksichtigen sei aber, dass auch ohne größere Baugebiete der Zuzug junger Familien seit Jahren anhält. Soviel Luft werde nicht bleiben, Engpässe zeichneten sich aber derzeit nicht ab.

Krippen: Es wird enger

Enger wird es dagegen bei der Krippenversorgung. Rechnet man alle Kinder bis drei Jahre zusammen, liegt die Versorgungsquote bei 240 vorhandenen Betreuungsplätzen (61 davon bei Tagespflegekräften) derzeit bei 45 Prozent. Weil aber nur ganz selten Kinder unter einem Jahr angemeldet würden, liege die Quote tatsächlich bei rund 68 Prozent. „Wir können alle angemeldeten Kinder unterbringen“, erklärt Concilio. Es gelinge aber nicht, immer alle Kinder zum gewünschten Zeitpunkt in der gewünschten Einrichtung aufzunehmen.“ Nur noch einzelne noch nicht gebuchte Krippenplätze gibt es, und das erst im kommenden Frühjahr. „Wir werden das sehr engmaschig beobachten und gegebenenfalls Handlungsvorschläge machen müssen“, verklausuliert die Erste Stadträtin, dass eventuell weitere Gruppen eingerichtet werden müssen. Ohne die just eröffnete zweite Krippengruppe in Wettmar wäre Burgwedel schon jetzt am Ende der Fahnenstange.

OGS: Der Renner

Einen regelrechten Run gibt es auf die Offenen Ganztagsangebote (OGS), die die Kommune seit diesem Schuljahr an allen Grundschulen anbieten kann. 496 Kinder nutzen sie aktuell, 162 von ihnen ergänzend auch noch einen Platz in einem der Horte, deren pädagogisches Personal in den Ganztagsschulbetrieb eingebunden ist. Die Entscheidung, die OGS stadtweit einzuführen, erweise sich als richtig, sagt Concilio angesichts der hohen Nachfrage. „So viele Horte hätten wir gar nicht bauen können.“

Erzieherstellen unbesetzt

Sieben der rund 120 Planstellen in den städtischen Kitas und Krippen sind derzeit unbesetzt, zusätzliche Ausfälle seien deshalb häufig „nicht gleich zu kompensieren“, erklärt Concilio. So habe es schon temporäre Teilschließungen gegeben. Der Arbeitsmarkt sei so leer gefegt, dass selbst unbefristete Stellen nicht zu besetzen seien.

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