Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Aktionstage: Teller-Jonglage als Vorspeise

Isernhagen Aktionstage: Teller-Jonglage als Vorspeise

Hier wird geschmiedet, geschraubt, gesprayt, dort getanzt, Theater gespielt und komponiert: Eine tolle zweite Herbstferienwoche erleben 73 Isernhagener Kinder zurzeit bei der Mädchen- und der Jungenaktionswoche.

Voriger Artikel
Stadt baut selbst statt zu mieten
Nächster Artikel
Einbrecher erbeuten drei Kilo Insektengift

Für die Jungen und Mädchen gibt es bei den Isernhagener Aktionstagen viel zu erleben.

Quelle: Martin Lauber

Martin Lauber. Auf Qualität und Zeitgeist setzt Isernhagens Jugendpflege bei ihren Aktionstagen. Fast für jedes Angebot sind Profis als Workshopleiter engagiert. Chris Schlichting zum Beispiel, der den Jungen vor dem Jugendtreff in Altwarmbüchen das Feuermachen und das Einheizen der aus Lehm selbst gebauten Esse beibringt, tut dies sonst in einem historischen Eiszeitdorf. Schon am ersten Tag schmieden die Kinder unter seiner Anleitung aus Zwölf-Zoll-Nägeln auf aus Hauklötzen und Fünf-Kilo-Hämmern improvisierten Ambossen Angelhaken mit Widerhaken.

Praktiker sind auch der Straßen- und Graffitikünstler Till Heinicke sowie der Parcours-Spezialist Johann Brandes. Letzterer geht der trendigen Art der schnellen Fortbewegung im Dschungel der Großstadt seit Jahren fast verletzungsfrei nach. In der Grundschulsporthalle ermutigt er die Jungen zu gewagten Sprüngen. „Man lernt schnell, sich richtig einzuschätzen“, berichtet er – aber natürlich sei Vorsicht geboten.

Musik-, Kunst- und Tanzpädagogen sind im Kirchhorster Jugendtreff für die Mädchen da. Ein Tablet-PC mit Kompositions-App und ein Mikro reichen den Kindern fürs Liedermachen. Antonia zum Beispiel besingt, was für sie ihre Freunde so liebenswert macht. In der Schulsporthalle entwickelt sich derweil im Workshop „Tanz trifft Zirkus“ unter Anleitung von Katrin Helmerichs die Choreografie für ein musikalisch-artistisches Fünf-Gänge-Menü mit Teller-Jonglage als Vorspeise. Die Theatergruppe verrät aus ihrem Stück nur so viel: Freche Mädchen spielen die Hauptrolle.

Aber warum – bis hin zu den männlichen und weiblichen Workshopleitern – gibt es die Aktionen getrennt nach Geschlechtern? Aus Kita und Grundschule hätten die Jungen reichlich Nachholbedarf an männlichen Identifikationsfiguren, sagt Gemeindejugendpfleger Thomas Jüngst. Und die Mädchen? Sie kämen in der jungenfreien Atmosphäre mehr aus sich heraus, trauten sich mehr, weiß seine Kollegin Birgit Clausing.

doc6rvilspzj9x1akire955

Fotostrecke Burgwedel: Aktionstage: Teller-Jonglage als Vorspeise

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6slqn371eautd2w7l5i
Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers

Fotostrecke Burgwedel: Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers