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Ikm-Treff: Nachfolger für Gresbrand in Sicht

Burgwedel Ikm-Treff: Nachfolger für Gresbrand in Sicht

Im Ikm-Treff an der Von-Alten-Straße ist man erleichtert über die neuen Zukunftsperspektiven: Die Stadt begibt sich auf die Suche nach geeigneten neuen Räumen, und personell ist mit Friedrich Dörr ein Nachfolger für Regina Gresbrand in Sicht.

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Friedrich Dörr (r.) will künftig die Arbeit im Ikm-Treff koordinieren.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel.. Der Vorstoß bei den Ratsfraktionen hat gefruchtet: Dass der Ausschuss für Demografie, Soziales und Kultur sich für den Fortbestand einer Anlaufstelle für interkulturelle Arbeit in Großburgwedel stark gemacht und die Stadtverwaltung mit Lösungsvorschlägen beauftragt hat – darüber ist im Ikm-Treff die Erleichterung jetzt riesengroß. Denn spätestens Ende des Jahres wird die seit September 2015 an allen Werktagen geöffnete, komplett ehrenamtlich geführte und bisher von Spendern finanzierte Einrichtung heimatlos werden. Ihr baufälliges Fachwerkdomizil an der Von-Alten-Straße wird dann für eine andere Nutzung saniert.

Ebenerdig und zentral sollte die Nachfolgelösung sein, das wünscht sich Ikm-Initiatorin Regina Gresbrand – und bringt die leerstehenden Ladengeschäfte an der Von-Alten-Straße ins Spiel. Der Trägerverein des ikm-Treffs habe allerdings keine festen Einnahmen. Trete nicht die Stadt für Mietkosten ein, dann bedürfe es zumindest einer Ausfallbürgerschaft. Andererseits verspricht Gresbrand, dass die Stadt sich auch in Zukunft – entsprechende Räume vorausgesetzt – auf die 30 bis 40  Ikm-Ehrenamtlichen werde verlassen können.

Die 67-Jährige selbst will bald etwas kürzer treten. Ein neuer Führungsstab, in dem die Arbeit auf mehreren Schultern verteilt wird, ist aber im Aufbau. Friedrich Dörr (67) aus Großburgwedel ist bereit, die Aufgabe des ikm-Koordinators wie auch einen Großteil der Büroarbeit zu übernehmen. Seit 2015 ist der früher am Nordstadt-Krankenhaus tätige Anästhesist im Ruhestand. Ebenso lange schon erteilt der Großburgwedeler Flüchtlingen Sprachunterricht.

Doch außer Sprachvermittlung, Nähkursen und der kulturellen Arbeit erfülle der Treff noch eine andere Funktion: „Jeder kommt mit seinen Sorgen her“ – mal gehe es um Probleme mit dem Jobcenter, mal mit der Schule oder der medizinischen Versorgung. Zwei Geflüchtete verstärken den neuen Ikm-Leitungskreis. Almani Al Mistrihi aus Syrien, die einen Alphabetisierungskurs im Treff leitet, soll künftig für die Frauenthemen zuständig sein, der Iraker Khalef Rasko für die Belange der Männer. Aus Gresbrands Sicht ist es anderthalb Jahre nach der großen Fluchtwelle höchste Zeit, dass die Flüchtlinge ihre Bedürfnisse selbst artikulieren und eigene Angebote entwickeln.

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