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Berufsfindungsmarkt fürs Frühjahr 2018 geplant

Burgwedel Berufsfindungsmarkt fürs Frühjahr 2018 geplant

Die Stadt Burgwedel und die Beschäftigungsförderung der Region Hannover, die regelmäßig zu diesen Treffen einladen, wollen im kommenden Frühjahr gemeinsam mit Schulen und der lokalen Wirtschaft einen großen Berufsfindungsmarkt aufziehen, der sich an Schüler aller Schulformen richten soll.

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Der Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann (Zweiter von links) und Burgwedels Bürgermeister Axel Düker (Fünfter von links) arbeiten im Workshop mit.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel.. Anderthalb Jahre nach dem ersten Ausbilder-Frühstück kommt jetzt dieses erste konkrete Projekt in Sicht. Möglichst vielen Burgwedeler Firmen soll diese Messe als Plattform für ihre Selbstdarstellung angeboten werden – für die Akquise hat Bürgermeister Axel Düker gestern persönlich die Verantwortung übernommen und zudem die IGS/Oberschule als Veranstaltungsort für den Berufsfindungsmarkt angeboten.

Auf Augenhöhe mit Messegästen

Insgesamt konstituierten sich drei Arbeitsgruppen bei dem Workshop. Eine wird sich um die Gestaltung der Messe kümmern: Nicht allein Firmenvertreter von Edeka-Cramer über McDonald’s und Sparkasse bis zum Kosmetikhersteller Braukmann und der Metallbaufirma Rosenhagen machen mit, auch Auszubildende und Schüler sollen mitwirken.

Das gilt noch mehr für die Arbeitsgruppe Medien und Öffentlichkeitsarbeit: Die Jugendlichen sollen schon in der Planung Augenhöhe mit den jungen Messegästen sicherstellen, erläuterte Jürgen Hansen von der Region, der die Ausbilder-Frühstücke von Beginn an moderiert hat.

Damit nicht an den Interessen der Schüler vorbeigeplant wird, haben Hansen und seine Kollegin Mahzad Hoodgazadeh vorgesorgt. In einer Umfrage unter rund 200 Schülern der Klassen acht und neun der Oberschule Burgwedel haben sie ermittelt, für welche Berufe diese sich am meisten interessieren und wie sie am liebsten die Berufsinformation präsentiert bekämen. So viel sei verraten: Polizei und Erzieher, IT- und kaufmännische Berufe stehen hoch im Kurs, aber auch diverse Hochschulstudiengänge.

Sachen zum Anfassen

Möglichst sollen Ansprechpartner aus der lokalen Wirtschaft die gewünschten Auskünfte erteilen. Die Oberschüler erwarten eine Vielfalt an – auch unbekannten – Unternehmen. Über vergleichbare Veranstaltungen andernorts wurde positiv vermerkt, dass „alles vertreten war von VW bis zur Altenpflege“. Dass Azubis selbst über ihre Betriebe und ihre Erfahrungen berichten sollen, das war vielen Umfrageteilnehmern wichtig, und dass sie selbst aktiv werden können und „auch Sachen zum Anfassen da sind“. Ein dritter Arbeitskreis ist dafür zuständig, im Vorfeld des Berufsfindungsmarktes die Zusammenarbeit der Schulen zu koordinieren.

Dass die Bereitschaft zur Mitarbeit so groß ist, wundert nicht. Die Teilnehmer des gestrigen Workshops kamen aus den unterschiedlichsten Branchen vom Pflegedienst bis zum Energieversorger, vom Geldinstitut über Handel bis zum Speditionsgewerbe, von IT über Handwerk bis zur Fastfoodkette. Sie alle eint dasselbe Problem: Geeignete Bewerber für Ausbildungsbetriebe seien nur noch sehr schwer zu finden, so der allgemeine Tenor.

Diskussion: Je mehr Praxisbezug, desto besser

„Jeder rührt in seiner eigenen Suppe. Wir sind nicht aktiv genug!“: Mit dieser Kritik machte sich Workshop-Teilnehmer und Spediteur Lars Olthoff für eine stärkere Vernetzung der Burgwedeler Schulen und der Ausbildungsbetriebe untereinander stark.

Im Gymnasium zum Beispiel würden Alternativen zum Hochschulstudium nicht ausreichend aufgezeigt, pflichtete ihm Bianca Rosenhagen bei. Sie wünschte sich „mehr Praxisbezug“ in allen Schulen. Die Stadt solle dabei eine Vorreiterrolle übernehmen.

Ute Janz, Chefin eines Ambulanten Pflegedienstes, erinnerte sich an ihre Kindheit in der damaligen DDR: Alle Schüler ab Klasse sechs hätten jede Woche zwei Praxisstunden in wechselnden Betrieben absolviert. Heiko Rosenhagen lobte eine Waldorf-Kita, die seinen Betrieb besichtigt habe: Je früher und intensiver, desto besser.

Dazu passte eine von Jürgen Hansen zitierte Studie, nach der das Gros der Ausbildungsabbrecher nur wenige Praktika absolviert hätte. Zwar sei seit 2013 die Zahl der Studienbeginner höher als die der Ausbildungsbeginner. Übersehen werde aber leicht, wie viele Abiturienten in die Berufsausbildung strebten.

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Nach dem Diskutieren und Planen gibt es eine Betriebsbesichtung beim Gastgeber, der Kleinburgwedeler Metallbaufirma Rosenhagen.

Quelle: Martin Lauber
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