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Bis 2025 hat Eon alle Leitungsrechte

Stadt verlängert Konzessionsvertrag Bis 2025 hat Eon alle Leitungsrechte

Bis zum Jahr 2025 hat die Stadt Burgwedel der Eon Avacon die Leitungsrechte für Erdgas übertragen. Dafür, dass das Energieunternehmen bis dahin öffentliche Straßen, Wege, Plätze und Verkehrsflächen für seine Leitungen nutzen darf, erhält die Stadt eine sogenannte Konzessionsabgabe in Höhe von etwa 60.000 Euro pro Jahr.

Burgwedel. Zwei Mitbewerber, die sich zunächst an der Ausschreibung beteiligt hatten, lieferten am Ende kein Angebot im Burgwedeler Rathaus ab.

Verschwindend gering ist dieser Betrag aber verglichen mit den Einnahmen der Stadt aus dem Konzessionsvertrag mit der Eon für die Stromversorgung. Allein im aktuellen Haushaltsjahr verbucht Burgwedel dafür 676 000 Euro.

Dem Auslaufdatum des Stromliefervertrages im Jahr 2025 wurde die Laufzeit des neuen Gasvertrags angepasst. So solle, sagt Kämmerer Christian Möhring, späteren Kommunalpolitikern die Option offen gehalten werden, mit einem anderen Unternehmen abzuschließen oder aber – wie dies mit den ertragreichen Energiewerken EWI in Isernhagen der Fall ist – die Versorgung in kommunaler Regie zu übernehmen. Mit der Erteilung der Konzession an Eon hat die Stadt sich zum Verzicht auf die eigene Durchführung der öffentliche Versorgung verpflichtet.

Grünen-Chef Heinz Visel empfahl in der jüngsten Ratssitzung, bei nächster Gelegenheit einen anderen Partner zu finden. Bei großen Energieversorgern, die mit ihrer Atomlobby jahrelang die Politik beeinflusst hätten, hätten die Kunden wenig zu melden.

Beim Wasser gilt für den Versorgungsbereich des Wasserverbands Nordhannover (WVN) – mit Sitz in Wettmar – ein Verzicht auf Konzessionsabgaben. Seit Jahren wird in der Verbandsversammlung immer wieder über die Streichung des entsprechenden Satzungsparagraphen diskutiert. Bislang aber hat sich Burgwedel mit seiner Position durchsetzen können: Eine solche Abgabe müsse zwangsläufig auf den Wasserpreis umgelegt werden und stelle nur eine verdeckte Abgabe dar, die die Bürger belaste.

Martin Lauber

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