Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Hier soll das Internet schneller werden

Burgwedel Hier soll das Internet schneller werden

Für Internetnutzer, deren Geduld beim Surfen, Up- und Downloaden auf die Probe gestellt wird, naht Abhilfe. Wie in regionsweit 14 Kommunen soll auch in bisher „unterversorgten Gebieten“ in Burgwedel, Isernhagen und der Wedemark bis Ende 2018 schnelles Internet mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Voriger Artikel
Frau fährt mit Urteil besser
Nächster Artikel
Skatepark bekommt zwei Lümmelbänke

Für die Breitbandverkabelung sind die Ausschreibungsunterlagen fertig, es fehlen noch die Zuwendungsbescheide für die Förderung von Bund und Land.

Quelle: dpa

Burgwedel/Isernhagen/Wedemark. Im hannoverschen Umland haben die Wirtschaftsförderung der Region und die Kommunen in den letzten zwei Jahren gemeinsam mehr als 5000 Adressen identifiziert, unter denen bislang nur im Schneckentempo gesurft werden kann. In den Burgwedeler Splittersiedlungen Heisterholz und Heidewinkel zum Beispiel kommen nicht mehr als zwei bis sechs Mbit pro Sekunde an. Klassische weiße Flecken im Sinne der Breitbandoffensive von Bund und Land gibt es ebenso in der Wedemark und in Isernhagen, deren Anschluss für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht attraktiv ist.

Beihilferichlinien als rechtliche Grundlage, um mit öffentlichen Zuschüssen in den Markt eingreifen zu dürfen, sind erst seit Ende 2015 komplett notifiziert. Das war der Startschuss für die Wirtschaftsförderung der Region: Mitarbeiter Lennart Heise bündelte die fertigen Adresslisten zu Auftragslosen für eine Art Warm Up für die Ausschreibung, bestehend aus Interessenerkundungsverfahren und Eignungserklärung mit allen potenziellen Netzbetreibern.

Schon acht Monate später kann er die erforderlichen Zuschüsse benennen: Circa vier Millionen Euro von Bund und Land strebe die Region an,. Das wären 90 Prozent der Förderung. Das letzte Zehntel soll nach einer Übereinkunft mit den Bürgermeistern die Region Hannover übernehmen.

„Die Gemeinde hatte die vermeintlich weißen Flecken in Isernhagen mit der Region definiert Wenn es zur Umsetzung kommt, freuen wir uns um so mehr“, erklärte Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya am Dienstag. Sein Burgwedeler Kollege Axel Düker berichtet, dass die Stadt seit Jahren gegenüber Telekommunikationsunternehmen und Region immer wieder auf das Heisterholz und den Heidewinkel hingewiesen habe. „Wir hatten uns sogar schon seelisch darauf vorbereitet, selbst Geld in die Hand nehmen zu müssen.“ Dass die Kosten jetzt komplett übernommen würden, sei „ein tolles Signal“.

Lennart Heise rechnet mit den Zuweisungsbescheiden aus Berlin und Hannover noch im September. Die Ausschreibung solle möglichst noch in diesem Jahr gestartet und abgeschlossen werden. Spätestens Ende 2018, so der zeitliche Rahmen der Breitbandoffensive, müssen die „deutlich unterversorgten“ Gebiete am schnellen Netz hängen.

Das nächste Förderpaket sei übrigens in Vorbereitung – für Gewerbegebiete, die als Internet-technisch unterversorgt gelten. Bereiche in Kirchhorst und Isernhagen H.B. oder entlang der Kokenhorststraße in Großburgwedel hat Heise schon auf der To-Do-Liste.

Das ist die Agenda bis Ende 2018

Der flächendeckende Ausbau des NGA-Breitbandnetzes werde „technologieneutral“ ausgeschrieben, um kein Telekommunikationsunternehmen auszuschließen – als wahrscheinlich gelte aber die Glasfasertechnik, sagt Lennart Heise von der Wirtschaftsförderung der Region. In folgenden als „deutlich unterversorgt“ identifizierten Bereichen sollen Verteilerkästen aufgestellt werden, die eine Versorgung von 50 Mbit pro Sekunde der Anwohner sicherstellen:

Stadt Burgwedel: Splittersiedlungen Heisterholz (Großburgwedel) und Heidewinkel (Kleiburgwedel).

Gemeinde Isernhagen: in Altwarmbüchen die Straßen Entenpfuhl, Sorenweg, An der Wietze, Langer Kamp und Lise-Meitner-Straße. Farster Bauerschaft: Hachtingweg und Ostpreußenweg.  

Gemeinde Wedemark: Ortsteil Gailhof, Meitzer Busch sowie die kleinen Siedlungen Im Walde und entlang der Brelinger Straße.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smrsrj94lkigslierm
Weihnachtsmarkt-Fans kommen auf ihre Kosten

Fotostrecke Burgwedel: Weihnachtsmarkt-Fans kommen auf ihre Kosten