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Bleibt die Weihnachtsbeleuchtung einen Tag dunkel?

Burgwedel Bleibt die Weihnachtsbeleuchtung einen Tag dunkel?

Steht Großburgwedel im Advent ein Schwarzer Freitag ins Haus? Um auf ihren Beitrag zum Stadtleben aufmerksam zu machen, erwägt die IGK, die Weihnachtsbeleuchtung in der City für einen Tag abzuschalten. Für seine Dienstleistungen bei allen großen IGK-Events erhält Vorsitzender Karlheinz Schridde künftig Geld. Deshalb steigen die Mitgliedsbeiträge.

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Gut 70 Weihnachtssterne montiert die IGK in jedem Advent an die Straßenlaternen der Großburgwedeler Innenstadt. Einen Tag will sie die Weihnachtsbeleuchtung eventuell abschalten - um auf ihren Beitrag zum Stadtleben hinzuweisen.

Quelle: Frank Walter (Archiv)

Großburgwedel. Buntes Burgwedel, Jazz unter Sternen, Stadtfest, Weihnachtsmarkt und -beleuchtung – dass die IGK dies alles allein schultert, werde von vielen Bürgern kaum wahrgenommen, beklagten mehrere Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung am Mittwochabend im Restaurant am Springhorstsee. Auch aus dem Rathaus wünsche man sich mehr Unterstützung. Die Idee, flankiert von Werbung in eigener Sache, die 70 IGK-Weihnachtssterne an den Laternen der Innenstadt für einen Tag erlöschen zu lassen, kam bei den Mitgliedern gut an.

Ansonsten hat die IGK jetzt ein dickes (Personal-)Problem weniger: Ihr Vorsitzender, der im Hauptberuf selbstständiger Werbekaufmann und Mädchen für alles bei den Großveranstaltungen ist, darf künftig einen Teil seiner Dienstleistungen für die IGK in Rechnung stellen. Dass die Aufträge vom Vorstand jeweils abgesegnet werden müssen, soll Transparenz gewährleisten.

Bislang leistet der 58-jährige Schridde mehrere Hundert Arbeitsstunden pro Jahr ehrenamtlich, damit die IGK-Events rund laufen. Für einen Betrag von rund 4500 Euro ist er bereit, die Organisation weiterhin abzuwickeln. Angemessen, fanden die Mitglieder. Ihr Plazet gab die Versammlung einstimmig.

„Ein fairer und zukunftsweisender Beschluss“, findet Schridde selbst, der (nach drei Jahren als Stellvertreter) seit 2007 die Interessengemeinschaft führt. Sein Amt wollte er in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Überlastung los werden und hatte sogar Ultimaten gestellt, aber in Ermangelung eines Nachfolgers stets weitergemacht.

Unabhängig davon, wen die IGK als Dienstleister beschäftige: Befreit von der Last eines Teils der Organisationsarbeiten werden sich Vorstandsposten und insbesondere das Amt des Vorsitzenden in Zukunft leichter besetzen lassen, ist Schridde sicher.

Wer A sagt, muss auch B sagen: Eine rund 20-prozentige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. In Euro und Cent klingt sie weniger dramatisch: Mit Wirkung ab Oktober zahlen die Betriebe – je nach Größe und Zahl der Beschäftigten – zwischen 2,50 und 10 Euro pro Monat mehr.

Grundsätzliche Zustimmung bekam der Vorstand für die Initiierung eines stadtweit tätigen Stadtmarketingvereins. Man warte jetzt auf die Einladung der Stadtverwaltung zum Gespräch über eine Startup-Veranstaltung, sagte Beiratsmitglied Thorsten Schirmer.

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