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Brand im Flüchtlingsheim in Großburgwedel

Gardine in Flammen Brand im Flüchtlingsheim in Großburgwedel

Hat im Großburgwedeler Flüchtlingsheim an der Fuhrberger Straße einer der 48 Bewohner vorsätzlich Feuer gelegt? „Wir ermitteln in diese Richtung“, hieß es am Dienstag bei der Kripo. Denn: Hinweise auf außenstehende Tatverdächtige mit politischem Hintergrund gebe es nicht. Verletzt wurde in der Nacht zu Dienstag niemand.

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Die Feuerwehr ist schnell vor Ort, nachdem der Brand im Flüchtlingsheim an der Fuhrberger Straße gemeldet wurde.

Quelle: Feuerwehr

Großburgwedel. Funkenflug am Fenster: Eine brennende Gardine im Schulungsraum im Obergeschoss der Asylbewerberunterkunft wurde am Dienstag um 0.59 Uhr zum Auslöser eines stadtweiten Sirenenalarms. In Langenhagen wurde vorsorglich die Drehleiter in Gang gesetzt.

Aber das Schlimmste wurde verhindert, weil ein Bewohner bei seiner Rückkehr in die Unterkunft auf den Flammenschein im Schulungsraum und den akustischen Alarm eines Brandmelders aufmerksam wurde. Beherzt griff der 25-Jährige zum Feuerlöscher und erstickte damit die Flammen.

Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger, der als erster Feuerwehrmann vor Ort war, blieb nur noch, die qualmende Gardine herunterzureißen und aus dem Fenster zu werfen, während die Einsatzkräfte der Großburgwedeler Ortsfeuerwehr im verqualmten Hausflur mit Drucklüftern für Frischluft sorgten. Die Lage war so schnell entschärft, dass die Bewohner nicht mehr evakuiert werden mussten. Die aus allen Ortsteilen anrollenden Einsatzkräfte konnten umkehren.
Normalerweise hätten am Dienstag wie an allen Werktagen Asylbewerber aus verschiedenen Herkunftsländern in dem Schulungsraum Deutsch gepaukt. Doch die Glastür blieb am Morgen versiegelt. Bevor der Unterricht wieder aufgenommen werden könne, so Bürgermeister Axel Düker, müsse der Raum erst gründlich gereinigt werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kripo Hannover soll ein bislang Unbekannter in dem Raum Papier und ein Kleidungsstück angezündet und dabei auch die Gardine entflammt haben. Auf Außenstehende gebe es keine Hinweise. In diesem Zusammenhang spricht die Pressestelle der Polizeidirektion Hannover von „vorsätzlicher Brandstiftung“.

Ob die Haustür der Unterkunft verschlossen war, darüber gab es am Dienstag keine Auskunft. Jeder der 48 Bewohner hat laut Stadtverwaltung einen eigenen Schlüssel. „Die Tür sollte zu sein“, sagte Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker. 

Von Martin Lauber

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