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Einbrecher überraschen Senioren am Ehebett

Brutaler Überfall Einbrecher überraschen Senioren am Ehebett

Für den 88 Jahre alten Mann und seine 84-jährige Ehefrau muss es wie ein Albtraum gewesen sein: Mitten in der Nacht zum Dienstag wachten sie auf, weil plötzlich drei maskierte und dunkel gekleidete Männer an ihrem Bett standen. Die Unbekannten schlugen auf die Senioren ein und erbeuteten Geld und Schmuck.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Die Unbekannten hatten laut Polizei eine Tür des Einfamilienhauses am Steinekengang aufgehebelt und waren dann gegen 1.30 Uhr im Schlafzimmer auf die Senioren gestoßen. Die drei etwa 1,80 Meter großen, kräftigen Männer schlugen auf ihre Opfer ein und durchsuchten dann das Haus nach Wertsachen. Dabei sprachen sie Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Ob einer der Täter solange die Hausbewohner bewachte, ob diese eingeschlossen oder gar gefesselt wurden, dazu wollte sich die Polizei am Dienstag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Die Räuber fanden Geld und hochwertigen Schmuck, der Wert soll mehrere Tausend Euro betragen. Dann flüchtete das Trio mit seiner Beute in unbekannte Richtung.

Gegen 2.15 Uhr konnte das ältere Ehepaar die Rettungskräfte verständigen. Während ein Notarzt die leichteren Verletzungen der 84 Jahre alten Frau und ihres vier Jahre älteren Ehemannes versorgte, fahndete die Polizei im Großburgwedeler Zentrum nach den Räubern – allerdings ohne Ergebnis.

Anlieger der ruhigen Nebenstraße mit einem Dutzend gepflegter Ein- und wenigen Mehrfamilienhäusern unweit der Grundschule und des Alten Marktes reagierten am Dienstag geschockt auf die Nachricht vom Überfall. „Das macht mir Angst", sagte ein direkter Nachbar. „Man kennt sich hier, man achtet gut aufeinander – da ist so was der Hammer", reagierte ein anderer Mann bestürzt. „Meine Eltern wären tot umgefallen vor Angst", meinte eine Anwohnerin, die nur einen Steinwurf entfernt wohnt und zur Tatzeit lautes Hundegebell von gegenüber des betroffenen Hauses gehört hatte. Auch Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller, der ebenfalls am Steinekengang wohnt, fühlte am Dienstag mit den überfallenen Senioren: „Für sie muss das eine extreme Belastung sein. Ich wünsche ihnen viel Kraft, mit der Situation umzugehen."

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion Hannover, Telefon (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

Laut eines Sprechers der Polizei Hannover hat es in der gesamten Region seit Jahresbeginn 24 Raubdelikte in Wohnhäusern gegeben. Bei der ganz überwiegenden Anzahl allerdings hätten Opfer und Täter in einer bestimmten Beziehung zueinander gestanden, sich bereits vorab gekannt. Lediglich drei Fällen in den ersten fünf Monaten seien wie die aktuelle Tat in Großburgwedel gelagert.

Von Frank Walter

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