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Bürgerstiftung steht kurz vor der Gründung

Burgwedel Bürgerstiftung steht kurz vor der Gründung

Aufbruchstimmung hat sich am Sonntagvormittag bei der Kennenlern-Matinee der Bürgerstiftung Burgwedel breit gemacht – obwohl die Resonanz der Bürger durchaus noch Luft nach oben ließ.

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Regionalkurator Michael Koch ermutigt in seiner Rede dazu, die Gründung der Bürgerstiftung Burgwedel voranzutreiben.

Quelle: Carina Bahl

Burgwedel. 1997 wurde in Gütersloh die erste Bürgerstiftung in Deutschland gegründet – 293 gibt es aktuell. „Das zeigt, wie viel Dynamik in diesem Thema steckt und dass sich diese Idee auch trotz niedriger Zinsen verfolgen lässt“, betonte Michael Koch, Regionalkurator der Niedersächsischen Bürgerstiftungen und langjähriger Stiftungsvorsitzender in Isernhagen, am Sonntagvormittag in Großburgwedel. Seine Freude darüber, dass nun auch in Burgwedel eine Stiftung kurz vor der Gründung stehe, brachte er gleich mehrfach zum Ausdruck: „Es braucht nur ein gutes Konzept und Menschen, die sich dafür begeistern können.“

Diese Menschen sind mit Jürgen Zimmer, Michael Kranz und Ariana Gräfin Bethusy-Huc in Burgwedel längst gefunden. „Das müsste mal jemand machen und macht das mal, so etwas hören wir von allen Seiten“, sagte Zimmer in seiner Begrüßung. Und sie machten. Ein fünfstelliger Betrag ist den Initiatoren bereits von drei Stiftern zugesichert worden – ein Anfang. „Wir haben in 18 Jahren fast 400 000 Euro in soziale Projekte gesteckt“, erklärte Joachim Wegener, Vorsitzender der Bürgerstiftung Isernhagen, wohin der Weg auch in Burgwedel führen könnte. Sein Ratschlag: „Es braucht soziale Projekte mit Außenwirkung, die die Menschen motivieren, mitzumachen und auch zu spenden.“

Die Unterstützung von lokalen Projekten in den Bereichen Kultur, Sport, Soziales, Heimatpflege, Umwelt und Jugend hat sich auch die Bürgerstiftung Burgwedel auf die Fahnen geschrieben. „Unser Satzungsentwurf steht“, erklärte Kranz – die Anerkennung als Stiftung sei das nächste Etappenziel. Dafür braucht es vor allem eins: „Zeit, Geld und Ideen der Bürger“, fasste es Zimmer zusammen. Nur gemeinsam könne aus der Idee Wirklichkeit werden. Dass Burgwedel „reif“ für eine Bürgerstiftung ist, daran ließ niemand der Redner einen Zweifel. „Auch in gut betuchten Kommunen wie Burgwedel und Isernhagen gibt es viele Fälle, wo Hilfe gefragt ist“, betonte Wegener. Die Resonanz bei der Kennenlern-Matinee ließ am Sonntag noch ein wenig zu wünschen über. „Wir müssen uns erst bekannt machen“, sagte Zimmer. Dass die Stiftung der ganzen Stadt zugute kommen soll, sei noch nicht überall angekommen. „Aber wir sind da guter Dinge.“

Interessenten sollen sich melden

Zeit, Geld und Ideen brauchen die Initiatoren der Bürgerstiftung Burgwedel momentan am dringendsten. Wer eines davon – oder am besten alles – zu bieten hat, sollte mit der Bürgerstiftung in Kontakt treten. Viele Informationen über den Hintergrund und erste Projektideen gibt es im Internet auf 
buergestiftung-burgwedel.de. Wer lieber das persönliche Gespräch suchen möchte, erreicht die Mitglieder des Interimsvorstands wie folgt: Jürgen Zimmer unter Telefon (01 63) 1 35 02 15, Michael Kranz unter Telefon (01 72) 4 30 83 99 sowie Ariane Gräfin Bethusy-Huc unter Telefon (01 79) 5 00 38 06.

Von Carina Bahl

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