Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Fotografieren im Freibad nicht erwünscht

Großburgwedel Fotografieren im Freibad nicht erwünscht

Seit der Inbetriebnahme des Freibades gibt es eine Benutzungsordnung. In dieser ist festgehalten: Das Fotografieren und Filmen fremder Personen und Gruppen ohne deren Einwilligung ist nicht gestattet. Seit Donnerstag weisen zusätzlich Schilder mit einem kurzen Text auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch auf diese Regelung hin.

Voriger Artikel
Kirschmatsch auf dem Gehweg ärgert Anwohner
Nächster Artikel
Lastwagen kracht gegen Scheunendach

Seit Donnerstag weist die Stadt an mehreren Orten im Freibad per Schild daraufhin, dass keine fremnden Personen fotografiert werden dürfen.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Landesweit führen die ersten Bäder jetzt komplette Fotografierverbote ein, weil sich Badegäste zunehmend belästigt fühlen. Fast jeder hat heutzutage ein Mobiltelefon in der Tasche – da ist ein Schnappschuss schnell gemacht. Doch zumeist machen sich Besucher keine Gedanken, wenn sie mit Freunden oder Bekannten auf der Wiese im Freibad liegen und „Selfies“ anfertigen – und dabei auch Fremde ablichten. „Das stört wiederum andere“, sagt Götz-Gero Moeller, Hauptamtleiter der Stadt Burgwedel. Er versichert, dass die Stadt bisher keine Probleme mit dieser Thematik gehabt habe. Betroffene seien zum Schwimmmeister gegangen und das Problem so rasch gelöst worden. „Beschwerden im Rathaus hat es aber noch nie gegeben“, erklärt der Hauptamtleiter.

Gewerbliche Aufnahmen im Freibad allerdings müssen stets durch den Hauptamtleiter selbst oder den Bürgermeister genehmigt werden. Genauso wird es bei Vereinsveranstaltungen gehandhabt, wie jetzt beispielsweise einem Treffen des Tauchclubs Altwarmbüchen. Die Teilnehmer möchten von sich Aufnahmen im Becken machen, dafür benötigen sie ebenfalls eine Genehmigung – denn möglicherweise fühlen sich andere Frauen und Männer im Wasser dadurch beobachtet. „Deshalb werden wir an dem Tag Durchsagen machen“, so Moeller – damit die anderen Besucher sich durch die Fotos nicht gestört fühlen und zur Not ausweichen können.

Ein generelles Verbot hingegen ist nicht vorgesehen – weil Kontrollen von mehr als 1000 Badegästen pro Tag ohnehin nicht realisierbar seien, sagt Moeller. Die Deutsche Gesellschaft für Badewesen bietet allerdings mittlerweile im Internet ein Schild für Hallen- und Freibäder an, das einen durchgestrichenen Fotoapparat darstellt. Dieses hat die Stadt sich jetzt heruntergeladen, laminiert und dann Donnerstag im halben Dutzend im Freibad Auf der Ramhorst aufgehängt. Die Stadtverwaltung empfiehlt, im Freibad generell nicht zu fotografieren.

Von Katerina jarolim-vormeier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten