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Im Feuerwehreinsatz sicher wie Bergsteiger

Burgwedel Im Feuerwehreinsatz sicher wie Bergsteiger

Wie Bergsteiger ausgerüstet sollten Feuerwehrmänner und -frauen sein, die im Einsatz hoch hinaus müssen - zur eigenen Sicherheit. In Burgwedel haben nach einem Intensivlehrgang nun neun Aktive die Befähigung "Absturzsicherung". Die nächste Schulung soll folgen.

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Schwindelfreiheit ist Voraussetzung: Burgwedeler Feuerwehrleute üben Absturzsicherung auf einem Baukran auf der Biotec-Baustelle im Großburgwedeler Gewerbegebiet.

Quelle: Tibor Biczok

Burgwedel. Als Hannovers Berufsfeuerwehr am Fuhrberger Windrad Höhenrettung übte, gehörten Großburgwedels stellvertretender Ortsbrandmeister Tibor Biczok und der stellvertretende Gruppenführer Daniel Bergmann zu den Freiwilligen, die sich aus 68 Metern Höhe abseilen ließen - das war kein Zufall: Beide sind als qualifizierte Ausbilder und Multiplikatoren für Absturzsicherung dafür zuständig, ihre Kenntnisse "in die Breite zu tragen".

Immerhin geht es darum, als Unfallrisiken für die Feuerwehrleute zu minimieren, die auf brennenden Häusern herumkraxeln oder Verletzte auf einem Kran oder Dach sichern müssen. Absturzsicherung – die Qualifikation brauche "mehr oder weniger jeder Kamerad", so Biczok. "Wir hoffen, zunächst bis zu 20 Personen ausbilden zu können", sagt Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker.

Das Tückische an der Absturzgefahr ist, dass sie im Eifer des Einsatzes oft unterschätzt wird. Praxis und viel Theorie gehören dazu, für die Risiken zu sensibilisieren. Mit einem 24-Stunden-Lehrgang hat die Stadtfeuerwehr ihre Ausbildungsoffensive jetzt gestartet. Biczok, Bergmann und Frank Scharnhorst, Freiwilliger und Berufsfeuerwehrmann, standen dafür ein Baukran auf der Biotec-Baustelle im Großburgwedeler Gewerbegebiet, der 20 Meter hohe VW-Pylon an der Autobahn, das Ikea-Parkdeck und ein Brunnenschacht - Stichwort Tiefenrettung - beim Maschinenbauer Steinlen zur Verfügung.

Die fünf Lehrgangsteilnehmer aus Wettmar, Groß- und Kleinburgwedel unterschieden sich am Wochenende kaum von Bergsteigern: Brust-/Sitzgurtkombis, 60 Meter Kernmanteldynamikseil, Spezialhandschuhe, Bandschlingen, Karabinerhaken und Transportrucksäcke sind laut DIN 14800-17 als „feuerwehrtechnische Ausrüstung“ vorgeschrieben. Vier Sätze – jeweils für 1400 Euro – hat die Stadt bisher angeschafft.

Wer mehr über die Feuerwehr wissen möchte, ist am Sonntag, 1. Mai, von 10 bis 14 Uhr beim Tag der Offenen Tür, der Ortsfeuerwehr Großburgwedel am Mühlenbruchdamm willkommen.

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