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Hoppenstedt: Südlink stört im Osten weniger

Burgwedel/Isernhagen/Langenhagen/Wedemark. Hoppenstedt: Südlink stört im Osten weniger

Der Burgwedeler Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt (CDU hatte die Bürgermeister seines Wahlkreises von Wunstorf im Westen bis Burgdorf im Osten für Freitag zum Informationsaustausch eingeladen. Es ging um den Südlink, den Bundesverkehrswegeplan und um die finanzielle Ausstattung der Kommunen.

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Die Bürgermeister Uwe Sternbeck (Neustadt, von links), Arpad Bogya (Isernhagen), Christian Grahl (Garbsen), Helge Zychlinski (Wedemark) und Axel Düker (Burgwedel) mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel/Isernhagen/Langenhagen/Wedemark.. Dass Bund und Kommunen direkt kommunizieren, kommt selten genug vor – steht doch meist das Land als Mittler dazwischen. Um da Abhilfe zu schaffen, lädt der Burgwedeler CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt die Bürgermeister seines Wahlkreises von Wunstorf im Westen bis Burgdorf im Osten immer wieder zum Informationsaustausch ein – so auch am Freitag.

Südlink: Voraussichtlich am Dienstag, 7. März, wird Tennet den Antrag auf Bundesfachplanung für die Stromtrasse von der Küste nach Süddeutschland stellen. Dann werde sich laut Hoppenstedt zeigen, welche Trasse der Netzbetreiber in der Region Hannover bevorzuge: die westliche Variante durch das Neustädter und das Calenberger Land mit der Deisterregion oder die östliche Variante, die Burgdorf streift und das Gebiet der Gemeinde Uetze durchqueren würde. Die Entscheidung müsse unter fachlichen Kriterien erfolgen, so Hoppenstedt – und ein Kriterium sei nun mal die Anzahl der Betroffenheiten. Die östliche Trasse würde weniger stören, „im Westen gibt es mehr Bevölkerung als im Osten“, hat Hoppenstedt sich selbst schon auf einen Favoriten festgelegt – wenig überraschend angesichts seines Wahlkreises, zu dem Uetze nicht gehört.

Bundesverkehrswegeplan: Die Y-Trasse ist vom Tisch, stattdessen soll der zunehmende Bahnverkehr im Dreieck Hamburg/Bremen/Hannover durch eine höhere Taktung auf bestehenden Strecken bewältigt werden – die sogenannte Alpha (E)-Variante. „Das könnte zu einer höheren Belastung der Anwohner führen“, sagte Hoppenstedt. Müsse es aber nicht, ganz im Gegenteil: Es gebe die mündliche Zusage, dass dort im Alpha-Bereich, wo eine besondere Zunahme des Bahnverkehrs die Folge sei, die Lärmschutzstandards wie bei Neubaustrecken angelegt werden sollen – die deutlich schärfere Grenzwerte als bei bestehenden Strecken umfassten. „Die Alpha-Variante kann sogar Vorteile bringen“, ist Hoppenstedt überzeugt. Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya hofft, dass dies auch für die Bahnstrecke Celle-Hannover zum Tragen kommen wird, die durch Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen führt und die für IC- und ICE-Züge bis Tempo 230 ausgebaut werden soll. Die Planungen für die Alpha-Variante sieht Hoppenstedt zudem als „sehr gute Gelegenheit“, auch über die Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge zu sprechen, wie es sie beispielsweise in Neustadt noch gibt.

Finanzen: Die anfänglichen Probleme bei der Unterbringung der Flüchtlinge sind Geschichte. Allerdings müssen für die Minderjährigen unter den Neuankömmlingen auch Plätze in Kitas und Schulen bereitgestellt werden, damit die Integration gelingt. Für die Kommunen bedeutet das einen hohen Investitionsbedarf. Man wolle nicht, dass die Kommunen auf diesen Kosten sitzen blieben, und bleibe deshalb im Gespräch, sagte Hoppenstedt zu. Eine Wohnsitz-Auflage könnte seiner Meinung nach helfen, die Wohnsituation in Ballungsräumen zu entspannen.

„Bei uns explodieren die Kinderzahlen generell“, verwies Isernhagens Bürgermeister Bogya darauf, dass dies nicht nur an den Flüchtlingskindern, sondern auch an neuen Wohngebieten und dem Generationswechsel im Bestand liege. Der Bildungs- und Kita-Bereich sei insgesamt „massiv unterfinanziert, da kann man nicht gegen anarbeiten“. Obwohl der Bund schon viel tue, müsse noch mehr Geld nachkommen, zum Beispiel über spezielle Konjunkturprogramme.

Von Frank Walter

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