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Kirchenkreis stellt Friedhöfe ins Internet

Burgwedel Kirchenkreis stellt Friedhöfe ins Internet

In Zeiten, in denen vieles nicht mehr ohne Internet denkbar ist, präsentieren die Kirchenkreise Burgdorf und Burgwedel-Langenhagen jetzt auch ihre Friedhöfe online.

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Jörg Krauthoff (von links), Pascal Bade und Jaqueline Gebauer stellen die neue Internetseite des Kirchenkreises über Friedhöfe vor.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Großburgwedel. Initiator des digitalen Auftritts ist Pascal Bade, Mitarbeiter des Kirchenkreisamtes im Bereich Friedhöfe. Der 29-Jährige kam auf die Idee, weil alle 25 Friedhöfe uneinheitliche Ordnungen haben und die wenigsten trauenden Familien sich vorab mit den Statuten befassen. Allein im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen existieren neun Friedhöfe.

"Flyer sind schön und gut, aber im Trauerfall am Freitagabend liegen sie eben nicht vor", argumentiert Bade. Im Internet hätten Angehörige die wichtigen Informationen aufgelistet und schnell parat. Nun präsentiert der Kirchenkreis seinen Mitgliedern die unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten wie Erd- und Urnenbeisetzungen oder andere pflegeleichte Grabarten. Das Internet biete eine Anlaufstelle, um sich mit dem Thema "Sterben und Tod" vertraut zu machen, sagt Bade.

Außerdem werden alle Friedhöfe anschaulich beschrieben. Mit Fotos versehen, erfahren die Nutzer zum Beispiel vom Friedhof der Burgwedeler St.-Petri-Kirchengemeinde, was ein Reihen- oder ein Wahlgrab ist. Angaben über Urnenwahlgräber und die Rasengemeinschaftsanlage für Sarg oder Urne sind dort ebenso mit Preisen aufgelistet. Aufgeführt sind auf der Seite zudem Besonderheiten wie etwa, dass der Friedhof in Fuhrberg eine neue Ordnung beschlossen hat. "Da sich die Bestattungskultur in den letzten Jahren geändert hat, wollten wir auch nicht in der Entwicklung stehen bleiben", sagt Jacqueline Gebauer, Leiterin des Kirchenkreisamts Burgdorfer Land.

Neu und einmalig in Niedersachsen ist auch die Möglichkeit, dass Bestattungsinstitute Beisetzungen im Internet anmelden können. Die Bestatter können ein Formular ausfüllen und dann gleich den Termin festzurren. "Oft wurden Informationen doppelt und dreifach gefaxt", sagt Friedhofsgärtner Jörg Krauthoff, der die Termine koordiniert. Das sei jetzt viel einfacher. Bis Ende des Jahres sollen jetzt im Pilotprojekt Erfahrungen gesammelt und die Handhabung optimiert werden. Auch die Landeskirche habe daran Interesse, sagt Bade. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.friedhof.kkbubl.de.

Von Katerina jarolim-vormeier

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