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Elternprotest gegen höhere Kita-Gebühren

Burgwedel Elternprotest gegen höhere Kita-Gebühren

Gegen die geplante Erhöhung der Kita-Gebühren formiert sich Widerstand. Eine Mutter hat in Absprache mit anderen eine Petition im Internet gestartet, bis Dienstagmittag hatten sich mehr als 130 Eltern dem Protest angeschlossen. Am Donnerstag, 15. Juni, entscheidet der Rat ab 19 Uhr im Amtshof über die Erhöhung.

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Eltern sammeln im Internet Stimmen gegen die geplante Erhöhung der Kita-Gebühren in Burgwedel.

Quelle: Symbolbild: dpa

Burgwedel. Die CDU/FDP-Gruppe, die im Rat der Stadt die Mehrheit stellt, hatte im Jugendausschuss Ende Mai bereits deutlich gemacht, wohin der Weg gehen soll: Um rund 20 Prozent sollen die Kita-Gebühren ab August steigen. Für einen Kindergartenplatz bis 15 Uhr wären dann beispielsweise 190 statt 162 Euro fällig, für die Krippe bis 15 Uhr 283 statt 259 Euro. Der Kostendeckungsgrad durch die Elterngebühren würde damit wieder bei rund 25 Prozent liegen. Aktuell sind es 21 bis 22 Prozent.

Doch gegen den Plan regt sich Widerstand: „Betreuungskosten für Kinder in Burgwedel dürfen nicht weiter steigen!“, ist die Petition überschrieben, die sich unter www.openpetition.de im Internet findet und über die sich Burgwedeler Eltern gegenseitig über die sozialen Netzwerke informieren. „Wir fordern stabile oder sogar niedrigere Kita-Beiträge in unserer Kommune“, begründet die Initiatorin im Netz ihre virtuelle „Unterschriftensammlung“. Frühkindliche Bildung dürfe nicht abhängig vom Portemonnaie der Eltern sein, jedes Kind habe Anrecht auf dieselbe Förderung.

Die Kommentare einiger Unterzeichner sprechen eine ähnliche Sprache: Die höheren Kita-Gebühren seien für Familien kaum tragbar, und „auch Mütter möchten in ihren Beruf zurückkehren“, heißt es dort. „Ich möchte nicht wegziehen müssen, weil das Leben mit Kindern zu teuer wird“, kommentiert ein anderer Unterzeichner.

Man verstehe solche Argumente, sagt der CDU/FDP-Gruppensprecher im Rat, Sebastian Müller. Doch von der ursprünglichen Idee, dass ein Drittel der Kosten durch Elternbeiträge bestritten werden sollte, sei man in Burgwedel schon jetzt weit entfernt – und die Steigerung bei den Personalkosten könne nicht allein die Stadt tragen. Deshalb werde die CDU/FDP-Gruppe am Donnerstag für die Erhöhung stimmen.

Mit dabei sein wird dann auch die Initiatorin der Petition. Auch wenn die Weichen schon auf Erhöhung stünden, habe sie ein Zeichen setzen wollen: Nach mehreren Beitragsanhebungen in den vergangenen Jahren „ist die Kinderbetreuung in Burgwedel längst nicht mehr günstig“.

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