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Burgwedel beantragt IGS

Burgwedel Burgwedel beantragt IGS

Isernhagen befragt erneut die Eltern - Burgwedel nicht. Die Stadt hat jetzt den Antrag auf Gründung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) bei der Landesschulbehörde gestellt. Die Stadtspitze ist optimistisch, dass das Datenmaterial für eine Genehmigung ausreicht.

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Die Stadt Burgwedel ist optimistisch, dass die Daten ausreichen, um eine Genehmigung für die Gründung einer IGS zu bekommen.

Quelle: Symbolfoto (dpa)

Burgwedel. Im Juli 2014 hatte der Rat beschlossen, die Verwaltung solle eine IGS beantragen, wenn es Aussicht auf Erfolg gebe und das Schulgesetz geändert sei. Seit 1. August ist das neue Gesetz in Kraft, das Kommunen ermöglicht, eine IGS ersetzend einzurichten. „Wir müssen also nicht mehr genügend Schüler für Oberschule, Gymnasium und IGS vorweisen, sondern nur für Gymnasium und IGS“, begründet die Erste Stadträtin Christiane Concilio den jetzt gestellten Antrag.

Aber wie lässt sich dem Land beweisen, dass Burgwedel genügend Schüler für eine vierzügige IGS hat? Einerseits belegt die Stadt das mit Schülerprognosen. „Wir haben darin auch alle Baugebiete, die in den nächsten Jahren entstehen, berücksichtigt“, sagt Bürgermeister Axel Düker. Es gebe belastbare Berechnungen, wie viele Kinder nach Burgwedel ziehen werden. „Wir bauen keine Luftschlösser“, betont Concilio. Flüchtlingskinder und Kinder, die in Bestandgebäude einziehen, sind nicht Teil der Prognose.

Bei den erwarteten Schülerzahlen rechnet die Stadt pauschal 51 Prozent dem Gymnasium zu. „Das zeigt ganz klar das Anwahlverhalten der Eltern in den vergangenen Jahren“, erklärt Concilio. Die übrigen 49 Prozent verteilten sich in der Stadt seit Jahren ausschließlich auf die Oberschule und umliegende Gesamtschulen. „Es gab Jahre, da haben 38 Prozent der Eltern versucht, ihre Kinder an einer auswärtigen IGS anzumelden.“ Das heißt auch: In der Prognose für das Land rechnet die Stadt alle Kinder, die nicht aufs Gymnasium gehen, der künftigen IGS zu. „Damit können wir eine Vierzügigkeit nachweisen“, sagt Concilio.

Die Stadt hat sich derweil gegen eine zweite Befragung wie in Isernhagen entschieden. Bei gut 200 Grundschülern pro Jahrgang, von denen rechnerisch 100 aufs Gymnasium gehen, bräuchte es einen Rücklauf von fast 100 Prozent, um 96 Ja-Stimmen zu erhalten. „Das würden wir nie schaffen“, sagt Concilio, „Wir glauben auch nicht, dass es 96 Ja-Stimmen zu einem Zeitpunkt X braucht, um nachzuweisen, dass es in Burgwedel das Schülerpotenzial und den Elternwillen gibt“, macht Concilio klar. „Wir interpretieren das Gesetz da anders und sind überzeugt, den Elternwillen nachvollziehbar erforscht zu haben.“ Düker rechnet mit einer Antwort des Landes in etwa zwei Monaten.

IGS-Befragung aus Isernhagen beginnt am Montag

Die Entscheidung steht: Alle Eltern der 839 Grundschüler in Isernhagen sollen in der Zeit von Montag, 5. Oktober, bis Dienstag, 13. Oktober, darüber abstimmen, ob es eine IGS ab dem Schuljahr 2016/2017 geben soll oder nicht. Das Ergebnis der Befragung soll dem Land darlegen, dass Isernhagen 96 Schüler pro Jahrgang (Vierzügigkeit) für eine IGS vorweisen kann. Die Abstimmungskarten, die kostenlos zurückgeschickt werden können, gehen heute Abend in die Post. „Wenn Isernhagen eine IGS einrichtet, dann würde/n ich/wir mein/unser Kind dort nach Beendigung der Grundschule anmelden“ ist darauf zu lesen – das Kreuz gehört hinter „Ja“ oder „Nein“. Vier Hinweise ergänzen die Frage: Das Gymnasium bleibt bestehen. Die Haupt- und die Realschule entfallen mit Gründung einer IGS. Eine Nicht-Teilnahme zählt als Nein. Und: Eine Ja-Stimme verpflichtet nicht zur Anmeldung an einer IGS. Die Befragung erfolgt – bis auf die Kennzeichnung der Klassenstufe – anonym. car

von Carina Bahl

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