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Die Wohn-Wunschliste für Burgwedel ist fertig

Burgwedel Die Wohn-Wunschliste für Burgwedel ist fertig

Wie wollen die Burgwedeler wohnen? Auf diese Frage hat die Stadtverwaltung dank dreier Arbeitsgruppen viele Antworten und verspricht, sie bei der Planung neuer Baugebieten zu berücksichtigen.

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Bürgermeister Axel Düker verspricht, die Ideen aus den Arbeitsgruppen zum Thema "Wie wollen wir wohnen?" bei der Planung neuer Wohngebiete zu berücksichtigen.

Quelle: Carina Bahl

Burgwedel. Als „wahnsinnig stolz“ bezeichnete sich Bürgermeister Axel Düker mit Blick auf die vielen Vorschläge, die die drei Arbeitsgruppen am Mittwochnachmittag im Amtshof präsentierten. Sei Anfang des Jahres hatten Bürger gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeitern Ideen zu den Themengebieten barrierefreies und gemeinschaftliches Wohnen sowie Versorgung und Begegnung im Quartier entwickelt.

Dass Barrierefreiheit nicht nur für Senioren, sondern auch für Menschen mit Behinderung und Eltern mit Kindern Bedeutung hat, wurde in der ersten Arbeitsgruppe deutlich. Diese präsentierte gleich einen ganzen Katalog mit Wünschen von der ebenerdigen Dusche bis zur automatischen Eingangsbeleuchtung für Neubauten.

Dass gemeinschaftliches Wohnen wiederum eine gemeinsame Zielvereinbarung, viel Toleranz und Koordination bedürfe – beispielsweise über eine Genossenschaft oder einen Verein – machte die Arbeitsgruppe um die Erste Stadträtin Christiane Concilio klar. Wie wichtig Räume sind, wo sich Menschen begegnen und austauschen können, um einander zu unterstützen, unterstrich wiederum Elke Cordes von der Seniorenbegegnungsstätte für die dritte Arbeitsgruppe. Das gelte auch für bestehende Nachbarschaften.

Aber was passiert nun mit den erarbeiteten Ideen? Einen Teil davon hat die Stadt bereits umgesetzt, wie Concilio erklärte: Mit den neu beschlossenen Vergabekriterien für Wohnbauland werden jetzt auch Senioren und Menschen mit Behinderung stärker berücksichtigt. Zudem besteht im Neubaugebiet Pöttcherteich in Großburgwedel die Chance für ein erstes Wohnprojekt: „Dort ist ein Bereich für Mehrfamilienhäuser geplant, der an Investoren vergeben wird“, sagte Concilio. Ziel sei es nun, bis Anfang 2017 aus den Ideen der Arbeitsgruppen Rahmenkriterien für eine Ausschreibung zu erarbeiten, auf die sich Investoren bewerben können. „Ihre Ideen verschwinden also nicht in der Schublade.“

Es gebe zudem noch viele Entwicklungsmöglichkeiten für Wohngebiete in Burgwedel – bei Neuplanungen sollen die Wünsche der AGs berücksichtigt werden sowie auch die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum. „Wir können das in Verträgen mit den Investoren festlegen“, erklärte Stadtplanerin Laura Specovius. Die Anregung, dann doch bitte auch mit hohen Konventionalstrafen für die Umsetzung der Vereinbarung zu sorgen, nahm sie zustimmend mit.

Die Bürger forderten derweil eine Fortsetzung ihrer Mitarbeit: „Warum lassen Sie uns die Ausschreibung nicht vorher diskutieren?“, lautete der Vorschlag aus dem Plenum. Dass nicht alle Ideen verwirklicht werden könnten, sei klar. „Vielleicht können wir da unsere Prioritäten festlegen.“ Das Angebot nahm die Stadt dankend an – „auch wenn die Entscheidung letztlich in den politischen Gremien fällt“, wie Düker betonte.

Von Carina Bahl

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