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Burgwedel investiert in die Schulen

Burgwedel Burgwedel investiert in die Schulen

Es wird nicht günstig, aber für die Qualität ihrer Schulen sind die Politiker bereit, in den nächsten Jahren kräftig zu investieren. Das Gymnasium benötigt mehr Platz, und die Mensen der Grundschulen sollen für das Cook&Chill-Verfahren umgebaut werden.

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Symbolbild: In die Schulen Burgwedels muss investiert werden.

Quelle: Patrick Seeger

Burgwedel. Hatte der Schulausschuss vor zwei Wochen fast drei Stunden getagt, um sich die Problemlagen und Lösungsvorschläge der Verwaltung anzuhören und letztendlich Beratungsbedarf anzumelden, ging es am Montagabend schnell: In 30 Minuten standen drei wichtige Zusagen fest.

Das Gymnasium soll baulich erweitert werden - die Stadt darf in die Detailplanung einsteigen. Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, der steigende Platzbedarf für die Inklusionsarbeit und der Wunsch, zeitweise in Gruppen unterrichten zu können, machen das notwendig. „Wir erstellen unseren Stundenplan momentan nicht nach pädagogisch sinnvollen Abläufen, sondern danach, wo wann ein Raum zur Verfügung steht. Das ist nicht zielführend“, machte Gymnasiumsleiterin Gesa Johannes deutlich. Neun Räume besetzt das Gymnasium aktuell in der Oberschule - 35 fehlen mit Blick auf die nächsten Jahre, in denen die Schülerzahlen laut Prognose stark schwanken werden.

Die Frage der SPD - ob man nicht auf die Entscheidung des Landes warten solle, ob die Oberschule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umgewandelt werden darf, wodurch sich neue Raumfragen ergeben könnten - beantwortete die Erste Stadträtin Christiane Concilio: „Die Räume in der Oberschule würden auch für eine IGS auskömmlich sein. Wir haben das alles geprüft.“ Warten, das wollte am Ende niemand: Die SPD enthielt sich - die CDU betonte: „Der Bedarf ist jetzt akut. Wir sollten in die Puschen kommen und nicht bis zum Nimmerleinstag warten“, sagte Wolfgang Grüne.

Das zweite Ja äußerte der Ausschuss zu dem von Eltern und Schulen präferierten „Cook & Chill“-Verfahren für das Mittagessen in den Grundschulen Wettmar, Kleinburgwedel und Fuhrberg - auch wenn dafür knapp eine Million Euro in Neubauten investiert werden muss. „Unser kleines ,Aber‘ ist dabei, dass die Mehrkosten für das Personal auf die Elternbeiträge umgelegt werden sollen“, sagte Ortrud Wendt (CDU) - mit einer Erhöhung des Essensgeldes, um das gewünschte Kochverfahren zu erhalten, hatten sich die Eltern aus Fuhrberg schon einverstanden erklärt.

Knapp 60.000 Euro darf die Verwaltung laut Ausschuss zudem ausgeben, um von Experten eine Bestandsaufnahme der IT-Landschaft in den Schulen erstellen zu lassen. Ziel ist ein Medienentwicklungsplan, der künftig eine Grundlage für Entscheidungen an die Hand gibt, welche Schulen welche technischen Anschaffungen brauchen und ob diese dort überhaupt möglich sind.

Von Carina Bahl

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