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Stadt fehlt es an Wald für Bestattungen

Burgwedel Stadt fehlt es an Wald für Bestattungen

Die Stadt Burgwedel hat auf Wunsch der Politik geprüft, ob sich auf kommunalen Waldflächen naturnahe Bestattungen realisieren ließen. Das Ergebnis lautet: Nein. Der Rat soll daher nun die Einstellung der Suche beschließen.

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Bestattungen unter Bäumen? Dafür fehlt der Stadt Burgwedel die geeignete Fläche. Das hat eine Prüfung der Verwaltung jetzt ergeben.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Vor gut einem Jahr diskutierten die Räte in Isernhagen und Burgwedel kontrovers über die Einrichtung von naturnahen Bestattungen im Märchenwald westlich von Großburgwedel. Der Plan musste schließlich ad acta gelegt werden, weil eine Umsetzung einerseits zu kostspielig, andererseits auf Grund der Eigentumsverhältnisse vertraglich zu kompliziert gewesen wäre. Der Burgwedeler Rat beauftragte daraufhin die Verwaltung, auf die Suche nach geeigneten stadteigenen Waldflächen zu gehen.

Das Ergebnis wird am Dienstag, 29. November, im Bauausschuss ab 18.30 Uhr im Rathaus vorgestellt. Die Stadt hat vier Flächen unter die Lupe genommen, die mindestens 3000 Quadratmeter groß sind. In Fuhrberg findet sich ein vier Hektar großer Wald an der Landesstraße 310 in Richtung Celle. Allerdings besteht dieser hauptsächlich aus Kiefern – der Lärm der in der Nähe fahrenden Lastwagen tut ein Übriges dazu, warum die Stadt diese Fläche als nicht geeignet bewertet. Gleiches gilt für zwei Waldflächen in der Gemarkung Oldhorst – auch dort finden sich nicht die für einen Bestattungswald notwendigen Laubbäume, sondern Kiefern. Eine weiteres Waldstück in Wettmar weist die Verwaltung als unpassend aus, weil es sich unter anderem in unmittelbarer Nähe zum Friedhof befindet und auch nur über diesen zu erreichen wäre. Im Fazit schlägt die Verwaltung daher vor, „die Planungen für einen Bestattungswald auf einer stadteigenen Laubwaldfläche mangels geeigneten Baumbestands in annehmbarer Größe einzustellen“. Das soll der Rat formell beschließen.

WEB hält an der Idee fest Für Friedhelm Stein (WEB), der vor zwei Jahren das Thema mit einem Antrag in die politische Diskussion brachte, ist das „keine Überraschung“ – aber auch längst kein Grund, die Idee eines Bestattungswaldes für Burgwedel wortwörtlich zu beerdigen. „Wir können den Lauf der Zeit nicht aufhalten“, betont er. Dass sich die Flächen der Stadt nicht eignen, sieht er ein. „Aber dann müssen wir eben in den privaten Wäldern weitersuchen.“ So sei für ihn beispielsweise der Rhaden in Wettmar denkbar für das Projekt. „Wir haben wirklich schöne Friedhöfe in Burgwedel“, lobt er die Arbeit der Stadtverwaltung. Dennoch müsse man dem wachsenden Wunsch der Bürger nach alternativen, pflegeleichten und kostengünstigen Begräbnissen wie in einem Bestattungswald gerecht werden. „Worin liegt das Problem, zwei gute Angebote nebeneinander anzubieten?“, fragt sich Stein. Konkurrenz dürfe bei so einem sensiblen Thema doch eigentlich keine Rolle spielen.

Von Carina Bahl

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