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"Kunst in Bewegung" zeigt bunte Seite

Burgwedel "Kunst in Bewegung" zeigt bunte Seite

Kunterbunte Kinderhände, beeindruckende Bilder, filigraner Schmuck und gedankenversunkene Fotografien: Wer sich von der Kunst am Wochenende in Bewegung bringen ließ, bekam einiges zu sehen - und zu hören. 50 Ausstellungen gab es zu entdecken.

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Die Kinder von KuK stellen keine Kunst am Wochenende aus – sie machen sie selbst: Vor dem Rathaus in Großburgwedel verwandeln sie die alte Bushaltestelle mit ihren bunten Handabdrücken in einen Hingucker.

Quelle: Carina Bahl

Burgwedel. 14 Uhr, 39 Grad auf dem Alten Markt - das orangefarbene Käppi sitzt. Der ADFC und eine Gruppe hitzebeständiger Kunstbegeisterter hält sich aber gar nicht für heldenhaft, im tropischen Wetter die stadtweite Ausstellung auf dem Fahrrad erkunden zu wollen: „Fahrtwind. Es gibt nichts Angenehmeres“, verrät einer für alle - und schon geht’s los.

Auf dem Weg kommen die Radler am Rathaus vorbei - und staunen nicht schlecht. Eigentlich sollte die Aktion von „Kunst und Kultur für Kinder“ (KuK) zwei Tage dauern: „Aber pünktlich um 13 Uhr waren alle Kinder da. Die Wand war im Nu fertig“, sagt Initiatorin Regina Gresbrand. Die Begeisterung der Spaziergänger ob der bunten Handabdrücke an der tristen Bushaltestelle zeigt Wirkung: „Wir machen das jetzt überall, wo eine unschöne Ecke unsere Kunst braucht“, kündigt Gresbrand an - Interessierte können mögliche Flächen per E-Mail an regina@gresbrand.de melden.

Zurück auf den Sattel oder ins klimatisierte Auto: Auch in Engensen ist die Kunst in Bewegung. Irgendwie „typisch Mann“, denken Besucher der Ausstellung von Nikolas Walter. Frei nach dem Motto „Es muss mir gefallen und Spaß machen“ hat er aus Metall Roboter und Käfer kreiert - Beleuchtung inklusive. „Nur ein Hobby“, gesteht Walter ein - aber ein leidenschaftliches.

Leidenschaft, die bringt auch Marion Hipp in Thönse auf. „Ich finde es toll, eine Frau zu sein“, betont sie strahlend - und beweist das mit ihren Fotografien, die sie rund um die Welt von Frauen gemacht hat, und mit purer Weiblichkeit in ihren Acryl-Gemälden.

Ein wahres Stück Dorfgeschichte präsentiert hingegen Hanne Zühlke in Fuhrberg: Seit 20 Jahren malt die Künstlerin Elfriede Chilenski die großflächigen Bühnenbilder für den örtlichen Kinderchor. „Das waren alles meine alten Bettlaken. Diese ganzen Schätze mussten wir einfach ausstellen“, sagt Zühlke und kann zu jedem eine Geschichte erzählen.

Das kann auch Dorle Severits: „Ich wohne auf dem Land, da begegnen einem die lustigsten Geschichten“, sagt die Uetzerin mit Blick auf ihre Postkarten und Comics, die sie im Restaurant Xenos in Großburgwedel ausstellt. „Schnecke Louise habe ich in meinem Garten getroffen“ - und ihr viele Abenteuer zugeschrieben.

„Darf es etwas zu trinken sein?“, lautet die wohl meistgestellte Frage am Wochenende. Die Künstler - die sich nicht bewegen müssen und auch alle zugegeben froh darüber sind - kümmern sich um ihre Besucher. Egal, ob diese mit dem Rad, mit dem Auto oder der neuen orange gepunkteten Mitfahrgelegenheit ankommen.

Und das Fazit? „10 Grad zu heiß“, bringt es Mitorganisator Karlheinz Schridde auf den Punkt. Aber Burgwedels Kunst schmilzt ja nicht - sie bewegt. Und wie.

Von Carina Bahl

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