Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Bilderbuchstart für den neuen Landmarkt

Burgwedel Bilderbuchstart für den neuen Landmarkt

"Er gehört zu mir...“, ertönt es frei nach dem Schlager von Marianne Rosenberg aus einer Drehorgel am Sonnabend, kurz vor 9 Uhr, auf dem Domfrontplatz in Großburgwedel. Es scheint so, als würden die Burgwedeler den Liedtext auf ihren neuen Landmarkt beziehen.

Voriger Artikel
Mit 28 Stationen präsentiert sich die IGS Burgwedel
Nächster Artikel
Plötzlich liegt St. Marcus mitten in der Taiga

Eindrücke von der Eröffnung des Landmarktes auf dem Domfrontplatz in Großburgwedel.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Während Bürgermeister Axel Düker und Markt-Chef Carsten Dettmers auf der Suche nach dem perfekten Standort für ihr mitgebrachtes rotes Schleifenband sind, tummeln sich schon die ersten Besucher zwischen den Verkaufswagen. Mitten zwischen frischem Gemüse, bunten Blumen, köstlich riechendem Kuchen und Wettmarer Honig macht es um Punkt 9 Uhr schnipp-schnapp: „Schön, dass wir hier sein und unsere Waren anbieten dürfen“, bedankt sich Dettmers brav bei der Stadtverwaltung. „Das ist eine perfekte Ergänzung für den Wochenmarkt am Donnerstag“, lobt Düker. „Die Bürger haben euphorisch darauf gewartet“, ergänzt Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller.

Für das offizielle Durchschneiden des roten Bandes, jede Menge Dankesworte und gemeinsames Einschwören auf einen Premierenerfolg unter strahlend blauem Himmel hat der 18 Monate alte Ole kein Gehör. Der kleine Junge strahlt aber wenige Meter entfernt dennoch – hat er doch von seiner Mutter gerade eine knackige Möhre vom Gemüsestand in die Hand gedrückt bekommen. Der herzhafte Biss und die vor Freude zappelnden Beine brauchen keine Worte – auch ihm gefällt der neue Markt.

Während die Frühaufsteher um 9 Uhr noch gemütlich schlendern können und aus verständlichen Gründen den Aperol-Spritz am Weinstand noch meiden,  herrscht zwei Stunden später Kuschelstimmung: Ein Fuß ist nur noch schwer auf den Domfrontplatz zu bekommen – Hunderte Besucher kaufen ein und genießen in der Mitte des Platzes ein Glas Wein oder einen Crêpe. Markthallen-Stimmung kommt auf. „Das ist unser neuer Treffpunkt“, stellt ein Rentner gut gelaunt für sich fest, während er sich mit seinen Freunden am Stehtisch zuprostet. Überhaupt: Warteschlangen an den Ständen scheinen nicht lästig, sondern die ideale Möglichkeit zu sein, über das neue Angebot ins Gespräch zu kommen.

Die Kommentare ähneln sich: "Einfach toll", "ein besserer Einstieg wäre kaum möglich gewesen", "endlich", "ein tolles Angebot", "Ich brauche eigentlich nichts, aber ich wollte es mir angucken" – begeisterte Stimmen hört man von allen Seiten. Die Kommunalpolitiker klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, dass man sich nach anfänglicher Skepsis doch noch für einen zweiten Markt in der Woche in Großburgwedel entschieden hat.

Die vielen jungen Familien im Getümmel, die vormittags am Donnerstag arbeiten müssen und so den großen Wochenmarkt nicht besuchen können, danken es ihnen: "Ich fand es immer schade, dass ich donnerstags keine Zeit habe", sagt beispielsweise Melanie Ahrens. "Am Sonnabend werde ich jetzt bestimmt oft vorbei kommen, um frische Sachen zu kaufen."

Bei so viel Lob und Zufriedenheit darf Dettmers aus dem Nähkästchen plaudern. Ist denn auch wirklich alles gelungen bei der Premiere? „Ich hatte den Präsentkorb für die Stadtverwaltung zuhause liegen lassen“, gesteht er lachend. Auch drei Sicherungen für den Stromkasten waren in der Vorbereitung daheim geblieben. Schon um 6.30 Uhr in der Früh hatten die Vorbereitungen begonnen, damit um 8.30 Uhr alles steht. „Jetzt muss ich erst einmal runterkommen. Es ist so toll“, schwärmt Dettmers. Dass der Imbisswagen kurzfristig ausgefallen ist, dass der Fuhrberger Spargel noch nicht sprießt – geschenkt.

Um 12.30 Uhr steht endgültig fest: Die Premiere ist geglückt. Auch die Von-Alten-Straße war selten so voll an einem Sonnabendvormittag. Und was Marianne Rosenberg per Drehorgel bereits frühmorgens feststellte, ist mittags schon eine zumindest gefühlte Tatsache: "...und ich weiß, er bleibt hier." Auch das dürfte für den Burgwedeler Landmarkt gelten. Auf ein Wiedersehen am nächsten Sonnabend. 

doc6u7n0at88xvic4x3mic

Fotostrecke Burgwedel: Bilderbuchstart für den neuen Landmarkt

Zur Bildergalerie

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten