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Region öffnet Klammer um Gewerbegebiete

Burgwedel Region öffnet Klammer um Gewerbegebiete

Die Region Hannover hat ihren ersten Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) überarbeitet. Für die Stadt Burgwedel bedeutet dies durchaus einen Erfolg: Die neue Version, die jetzt ins Beteiligungsverfahren geht, gesteht Großburgwedel 100.000 Quadratmeter mehr Gewerbeland zu.

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Das ist eins der Windräder im Süden von Fuhrberg. Das Foto entstand während einer Höhenrettungsübung der hannoverschen Berufsfeuerwehr.

Quelle: Dieter Siedersleben (Archiv)

Burgwedel. Regionsweit hatte die Stadt Burgwedel als eine der letzten Kommunen im Dezember zum RROP-Entwurf Stellung bezogen– und kann sich nun durchaus als Gewinner fühlen. Warum Bauamtsleiter Oliver Götze kommentiert: "Das ist nicht schlecht gelaufen", ist der 490 Seiten starken "Abwägungstabelle" zu entnehmen, die die Region Hannover rechtzeitig zur nächsten Runde des Beteiligungsverfahrens in ihrem Bürgerbüro auslegt und auch im Internet veröffentlicht hat.

Danach haben die Einwände aus Burgwedel gegen die Neuausweisung von "Vorbehaltsgebieten Natur und Landschaft" teilweise Gehör gefunden, die aus Sicht der Stadt die Gewerbeentwicklung auszubremsen drohten - besonders westlich von Rossmann. Das überarbeitete RROP 2016 ist großzügiger gefasst als der alte Entwurf. Zwar besteht die Regionsverwaltung weiter auf einer Zäsur zwischen Großburgwedel und Isernhagen H.B., aber circa zehn Hektar zusätzlicher Gewerbeflächen in dem Bereich lässt sie zu.

Auch beim Gewerbegebiet Kleinburgwedel bleiben die Vorbehaltsflächen nun doch auf Distanz. Nur am Westrand von Fuhrberg bleibt die Region bei der Vorfahrt für Landschaft und Natur.

In Sachen Windkraft haben sich der Rat und private Einwender nicht durchgesetzt. Der RROP 2016 sieht vor, das "Vorranggebiet Windenergie" im Süden von Fuhrberg von 53 auf 89 Hektar zu erweitern – und daran will die Region trotz aller Bürgerproteste festhalten. Grünen-Ratsherr und "Windmüller" Heinz Visel begrüßt das als Entscheidung zugunsten Burgwedels. Denn würden nicht ausreichend Vorrangflächen ausgewiesen, drohe die Gefahr, dass Windkraft-Investoren überall im Stadtgebiet Standorte für neue Windräder als privilegierte Außenbereichsvorhaben erstreiten.

Bis zum 27. April können Bürger zum überarbeiteten RROP-Entwurf Stellung nehmen. Das Beteiligungsverfahren ist aber auf die von den politischen Gremien der Region beschlossenen Änderungen beschränkt. Wer nicht nach Hannover will, um die Unterlagen einzusehen, kann sich die Abwägungen im Internet unter 
regionalplanung-hannover.de im PDF-Format herunterladen.

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