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Schiedsmann startet in die zweite Amtszeit

Burgwedel Schiedsmann startet in die zweite Amtszeit

Andreas Seifert ist bereits fünf Jahre lang als Schiedsmann aktiv gewesen. Jetzt wurde er für eine zweite Amtszeit in dieses Ehrenamt berufen. Von Patricia Chadde

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Günter Heller (von links), Michael Siebrecht, Andreas Seifert, Gerolf Kurowski und Bürgermeister Axel Düker würdigen die außergerichtliche Einigung.

Quelle: Chadde

Burgwedel. Schiedsmänner und -frauen können Konflikte vor- und außergerichtlich klären, was Ordnungsamt, Polizei und Gerichte, aber auch die Psyche der streitenden Menschen entlasten kann. Durchschnittlich einmal im Monat lädt Burgwedels Schiedsmann Andreas Seifert „Streithähne“ in sein Büro zu sich nach Hause ein. Oft geht es dabei um Nachbarschaftsstreitigkeiten. Da zieht Rauch aufs Nachbargrundstück, Zweige hängen über den Zaun, die Tanne von nebenan beschattet den sonnigen Sitzplatz, oder die Nachbarn feiern zu oft und zu laut. Wer sich das Gespräch mit dem Kontrahenten nicht selbst zutraut, ist bei Schiedsmann Andreas Seifert richtig. „Ich lade beide Parteien an einen Tisch, dann reden wir“, schildert er den Ablauf. Das Ergebnis wird sorgfältig protokolliert und gibt beiden Seiten Rechtssicherheit. „Man einigt sich sozusagen auf eine Selbstverurteilung, die so viel Wert wie ein Gerichtsurteil hat“ erläutert Amtsgerichtsdirektor Michael Siebrecht das Schiedsergebnis. In diesem Metier agiert Seifert so umsichtig wie erfolgreich, denn bisher ließ sich immer eine Lösung finden. Anders sieht es beim Thema Beleidigung aus. „Das hatte ich erst zweimal, aber das konnte leider nicht durch meine Unterstützung aus der Welt geschafft werden“. Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker schätzt ebenso wie Großburgwedels Polizeichef Günter Heller die befriedende Tätigkeit. „Früher waren die Leute konfliktfähiger“, vermutet der stellvertretende Schiedsmann Gerolf Kurowski. Andreas Seifert gibt den Tipp, einen Konflikt gleich anzugehen: „Alles andere nervt, aber verbessert nichts“.

Von PATRICIA CHADDE

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