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CDU: Flüchtlinge lieber im Supermarkt unterbringen

Engensen CDU: Flüchtlinge lieber im Supermarkt unterbringen

Die Stadtverwaltung habe in ihrem Plan B nicht alle Alternativen zur Engenser Mehrzweckhalle als Notfallunterkunft für 40 Flüchtlinge ausreichend geprüft. Das behauptet die CDU in einem Flugblatt, das am Montag im Dorf verteilt wurde.

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Mehrzweckhalle Engensen II

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Die Ängste von Eltern, deren Kinder die Kita direkt neben der Mehrzweckhalle besuchen, könnten nicht einfach mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen vom Tisch gewischt werden. „Der Bürgermeister muss diese Sorgen ernst nehmen“, so ist es nachzulesen in dem Flugblatt des CDU-Ortsverbands Engensen. Darin wird der Stadtverwaltung unterstellt, für ihr Notfallszenario nicht alle Möglichkeiten geprüft zu haben. So stünden in Wettmar und Kleinburgwedel Supermärkte leer, die nicht als Möbellager genutzt werden müssten.

Nicht einverstanden sind die Christdemokraten mit der Reihenfolge, in der stadteigene Objekte mit Asylbewerbern belegt werden sollen, wenn alle übrigen Platzressourcen erschöpft sind. „Wir sind der Meinung, dass die Seniorenbegegnungsstätte vor der Mehrzweckhalle in Engensen an der Reihe ist“, meint die CDU. Erst wenn alle Alternativen ausgeschöpft seien, „werden auch wir einer Unterbringung von Flüchtlingen in der Mehrzweckhalle zustimmen. Niemand darf und wird in Zelten untergebracht werden.“

Das Ehepaar Bärbel und Heinrich Wiekenberg wird in dem Flugblatt für seine Bereitschaft gelobt, im Fall der Fälle der benachbarten Kita einen Teil seines Grundstücks für einen Ersatzspielplatz zur Verfügung stellen zu wollen, um das Nebeneinander von Kita-Kindern und Flüchtlingen zu entzerren.

Dagegen schlagen die Unterzeichner Joachim Schrader und Marc Sinner gegenüber Bürgermeister Axel Düker (SPD) scharfe Töne an. Dieser habe „unser Dorf und alle Engenser in die ganz rechte Ecke gestellt“. Diese Zeitung hatte Düker im Kontext mit umstrittenen Ansteckungsrisiken für Kita-Kinder zitiert, solche bestünden allenfalls für die „hochinfektiöse Krankheit Rassismus“. Entweder er distanziere sich davon oder solle sein Amt niederlegen, heißt es im Flugblatt. Das setzt sich auch kritisch mit den Bauplänen für den Kiebitzweg auseinander. Auf ihrem 6500 Quadratmeter großen Grundstück plant die Stadt zwölf bis 18 Doppelhaushälften, in denen zunächst Asylbewerber untergebracht und die später veräußert werden sollen. In derart beengter Bauweise würden sich in Engensen keine Käufer finden lassen, warnt die CDU und fordert eine Mindestgröße von 500 Quadratmetern je Doppelhaushälfte.

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