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Krimi-Förster lässt wieder morden

Burgwedel Krimi-Förster lässt wieder morden

Seine große Fangemeinde wird es freuen: Krimiförster Christian Oehlschläger hat sein neuestes Werk fertig. In "Der Neunwürger" dürfen die Leser erneut auf Mördersuche mit dem Ermittlerduo Robert Mendelski und Maike Schnur gehen. Zudem plant der Großburgwedeler viele Lesungen in den nächsten Wochen.

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Damhirschgeweih, Hirschfänger und Datenstick hängen neben dem Autoren-Arbeitsplatz von Krimiförster Christian Oehlschläger an der Wand.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Der originellen Angewohnheit, seine Beutetiere auf Dornen aufzuspießen, verdankt der Neunwürger, besser als Neuntöter bekannt, seinen gruseligen Namen. Weil Großburgwedels Krimiförster Christian Oehlschläger für seine Kriminalromane stets Zweideutiges aus Wald und Forst sucht und findet, war „Der Neunwürger“ geradezu prädestiniert als Titel für den neuesten Fall seines Celler Ermittlerduos Kommissar Robert Mendelski und Maike Schnur. Denn gleich das erste Opfer einer mysteriösen Mordserie mit Tatorten zwischen Heide und Landeshauptstadt liegt aufgespießt auf einer Egge unter einem nächtlichen Hochsitz nahe Hermannsburg. Dem mausetoten Jäger hat jemand eine grüne Neun auf die Stirn geschrieben. Und schon tags drauf kommt im Tiergarten Hannover eine Jägerin ums Leben ...

Mit einer 5000er-Auflage ist Oehlschlägers sechster, nach einem Vogel aus der Familie der Würger benannte Kriminalroman – und sein zehntes Buch insgesamt – in dieser Woche erschienen. Zwei Jahre hat seine Fangemeinde darauf warten müssen. Das Spiel mit waidmännischen Titeln kennen die Leser von Anfang an: Schon der Name des mittlerweile 15 000-mal verkauften Krimi-Erstlings „Der Schwanenhals“ stand für nichts anderes als eine tödliche Falle, Krimi Nummer drei „Die Wolfsfeder“ für einen Jagdspieß, mit dem aber ein Mensch zu Tode gebracht wird. Die Waffe über dem Schreibtisch des 62-jährigen Autors in seinem Haus am Erdbrandweg ist indes nur eine Attrappe: In Wirklichkeit ist der vergoldete Hirschfänger ein Belletristik-Preis. Gerade unter Jägern, Forstleuten und Naturfreunden hat der Großburgwedeler viele treue Leser auch in Österreich und der Schweiz. Sogar in zwei Readers-Digest-Auswahlbände mit 70 000er-Auflage haben es Kurzfassungen von „Der Schwanenhals“ und „Die Wolfsfeder“ schon geschafft.

Im Hauptberuf ist Oehlschläger als Burgwedels Revierförster bei der Landwirtschaftskammer Hannover angestellt. Aber ob Dienst- oder Privatfahrten: Seinen Zettelblock für Romanideen hat der 62-Jährige immer griffbereit. Geschrieben wird abends und an den Wochenenden daheim in einem kleinen Büro. Zwischen Aktenordnern mit Revierangelegenheiten und Fachbüchern erinnern Souvenirs an Oehlschlägers Jahre als Forstlicher Berater in Mittel- und Südamerika. Die Tür seiner Schreibstube lässt der Autor auch beim Roman-Tippen am Computer immer offen: „Ich brauche die Familie um mich.“ Sein jeweiliges Tagwerk speichert der Krimiförster vorsichtshalber in einer Cloud.

In Kürze beginnt die Saison der – stets gut besuchten – Lesungen und Signierstunden. Wahrscheinlich wird Oehlschläger wieder erzählen, dass er mit seinen Krimis wie J. K. Rowling bei ihrem „Harry Potter“ nach sieben Büchern Schluss machen wird – „aber da sehen wir noch weiter“.

Premiere am
 25. Oktober

Christian Oehlschläger geht im Oktober und November auf „Lesereise“ mit insgesamt neun Stationen. Premiere ist am Dienstag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Böhnert in Großburgwedel. In Wegeners Buchhandlung in Burgdorf liest der Autor am Donnerstag, 3. November, um 19.30 Uhr. In der Buchhandlung von Hirschheydt in Mellendorf beginnt die Lesung am Freitag, 11. November, 20 Uhr. Signierstunden sind für die Weihnachtsmärkte in Wettmar und Thönse geplant. Der Kriminalroman „Der Neunwürger“, ISBN-Nummer 978-3-7888-1800-5, ist im Neumann-Neudamm-Verlag erschienen, hat 395 Seiten und kostet im festen Einband 16,95 Euro.

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