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SPD wahrt Düker-Abstinenz auf Wahlplakaten

Burgwedel SPD wahrt Düker-Abstinenz auf Wahlplakaten

Es bleibt bei Gedankenspielen: Rot-grüne Plakate mit Bezug auf den 2014 gemeinsam unterstützten Bürgermeister wird es zur Kommunalwahl im September nun doch nicht geben. Axel Düker selbst will das nicht - aus Rücksicht auf die gebotene Neutralität und auf sein Amt als Gemeindewahlleiter.

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Bei der Kommunalwahl im September geht es nicht ums Amt des Bürgermeisters, sondern nur um Mandate und die Mehrheit im Rat. Axel Düker, hier ein Plakat von 2014, möchte nicht, dass die SPD mit seinem Konterfei oder seinem Namen Wahlwerbung macht.

Quelle: Martin Lauber (Archiv)

Burgwedel. Die SPD in Burgwedel kennt seit Jahrzehnten im Rat nur die Dauer-Opposition, mit Bürgermeister-Bonus wittert sie nun Morgenluft. "Punktuell wollen wir gemeinsam mit den Grünen auf Großplakaten mit dem Bürgermeister werben", das hatte SPD-Chef Jochen Rödiger im Februar bei einer Mitgliederversammlung angekündigt. Jetzt aber hält er "besondere Sensibilität" für angezeigt: "Wir werden das nicht machen", sagten er wie auch Grünen-Vorsitzender Heinz Visel gestern auf NHZ-Anfrage.

"Eine charmante Idee, aber ich habe eindringlich davon abgeraten, meinen Namen oder mein Gesicht auf ein Plakat zu nehmen", das erklärt Axel Düker selbst. Sein Bürgermeisteramt verpflichte zu absoluter Neutralität. "Sie werden mich an keinem Wahlstand treffen", verspricht der Sozialdemokrat. Obwohl eigentlich eine Selbstverständlichkeit, habe er ein Schreiben an alle Rathausmitarbeiter in Vorbereitung mit der Erinnerung, sich im Vorfeld der Wahl nicht parteipolitisch zu äußern.

Tatsächlich gibt es aber noch einen weiteren ganz aktuellen Grund zur besonderen Zurückhaltung: Die Kritik, die Regions-Umweltdezernent Axel Priebs (SPD) als Wahlleiter der Stichwahl zum Regionspräsidenten auf sich gezogen hatte, ist Düker eine Lehre. Erst vor sechs Wochen hatte das Verwaltungsgericht Hannover zwar entschieden, dass die Wahl zwischen Hauke Jagau (SPD) und dem unterlegenen Axel Brockmann (CDU) rechtmäßig war. Allerdings rügten die Richter Priebs: "Die von ihm zwischen erstem Wahlgang und Stichwahl initiierte Informations- und Motivationskampagne hat gegen das Gebot der Chancengleichheit der Wahl verstoßen", heißt es in dem Urteil.

"Wahlraufrufe von mir wird es nicht geben", stellt denn auch Düker klar - und räumt ein, auch das sei eine Lehre aus dem Ärger um die Stichwahl. So bleibt dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Rödiger und seinen Wahlkämpfern nur eins – "mit Themen zu werben, hinter denen der Bürgermeister steht".

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