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Wieder keine Stadtchronik unterm Weihnachtsbaum

Burgwedel Wieder keine Stadtchronik unterm Weihnachtsbaum

Das Warten auf die Chronik über Burgwedels jüngere Geschichte geht weiter. Den Auftrag hatte die Stadt 2008 erteilt. Entsprechend skeptisch betrachtet Amtsleiter Götz-Gero Moeller Versprechungen des säumigen Co-Autors, seinen Part noch in diesem Jahr abzuliefern.

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Diese alte Karte ziert den Einband des ersten Chronik-Bandes, der die Geschichte der sieben Burgwedeler Dörfer behandelt. Auf Band zwei über den Weg von der Gebietsreform zur Verleihung der Stadtrechte anno 2003 wartet die Verwaltung seit Jahren.

Quelle: Lauber (Repro)

Burgwedel. Einmal mehr hat sich die Hoffnung zerschlagen, das  Geschichtswerk über Burgwedels Weg von der Gebietsreform (1974) bis zur Verleihung der Stadtrechte anno 2003 rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Handel zu bringen. Selbst wenn  Historiker Martin Stöber die noch fehlenden Kapitel und Fotodokumente kurzfristig lieferte, wäre es dafür zu spät, erklärt Moeller sichtlich genervt. Schließlich sollten die Texte auch noch von Zeitzeugen sorgfältig gegengelesen, das Layout gemacht und der Druckauftrag öffentlich ausgeschrieben werden. Zudem hält er das bisher eingereichte Bildmaterial für nicht geeignet.

Wiederholt waren in den letzten Jahren von der Stadt Fristen gesetzt worden - und verstrichen. Statt auf Konventionalstrafen zu warten, verzichtete Stöber lieber gleich auf sein Honorar. Doch als Möller Ende August ultimativ anfragte, ob die  Zusammenarbeit überhaupt noch Sinn mache, kam von dem Historiker ein entschiedenes Ja. Und kurz darauf flatterten nach längerer Pause einige Textseiten für die Chronik ins Rathaus.

Stöber erledigt den Burgwedeler Auftrag neben seinem Hauptberuf als Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung. Auf Anfrage räumte er ein, in zeitliche Engpässe geraten zu sein. Doch jetzt befinde er sich mit der Chronik "in der Endphase" und werde noch in diesem Herbst damit fertig.

Den kommunalpolitischen Part der Chronik hatte der Historiker Christian Heppner schon vor Jahren geliefert. Heppner ist auch Autor der 1999 erschienenen ersten Chronik „Burgwedel – Geschichte der sieben Dörfer“, an die der neue, reich bebilderte Band nahtlos anschließen soll.

Von Stöbers Part liegen bisher die Kapitel über Schule, Gewerbe und Vereine auf Moellers Schreibtisch, die über Sport, Kultur und Landwirtschaft fehlen noch. Dass sie noch "verzahnt" werden müssten, räumt Stöber ein. Bei der Bebilderung ist er indes, abweichend von seinem Auftraggeber, der Auffassung, dass es nur noch einiger Ergänzungen bedarf.

Es bleibt also spannend.  Schon Ende 2013 hatte sich das Autorengespann schon "auf der Ziellinie" gesehen. Prognosen für das Erscheinungsdatum der Stadtchronik gibt Moeller deshalb nicht mehr ab.

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