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Denkmalschützer verbieten Mensa-Anbau
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Burgwedel Denkmalschützer verbieten Mensa-Anbau

Ohne warmes Mittagessen keine Nachmittagsbetreuung: Weil der Bau einer Mensa bis zum August nicht zu realisieren sei, verschiebt Großburgwedel den für dieses Jahr geplanten Start der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) auf 2014. Betroffen sind die Eltern von 160 Kindern.

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Hortgebäude im Großburgwedeler Mitteldorf: Der Denkmalschutz steht An- und Umbau im Wege.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Eigentlich sollte der Schulausschuss am Montagabend unter verschiedenen Mensavarianten seine Wahl treffen, aber es kam anders. Die Stadtverwaltung nahm den Druck vom Kessel: „In dieser kurzen Zeit ist die Mensafrage nicht zur Zufriedenheit zu lösen“, offenbarte die Erste Stadträtin Christiane Concilio.

Zwei Gründe für eine Denkpause wurden genannt. Gegen die von den Schulgremien gewünschte Lösung - ein Mensaneubau zwischen Hort und Schulgebäude für 570.000 Euro - hat die Denkmalschutzbehörde zwischenzeitlich ihr Veto eingelegt. Auch die Backsteinfassade an der Rückseite des ehemaligen Gemeindehauses, Im Mitteldorf 11, Baujahr 1879, sei geschützt und ein Anbau tabu.

Gegen die Umsetzung einer der beiden Umbauvarianten innerhalb des Schulgebäudes spricht der aktuelle Klassenraumbedarf. „Wir wissen seit zehn Tagen, dass nach den Sommerferien eine Klasse geteilt werden muss und ein zusätzlicher Klassenraum gebraucht wird“, berichtete Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt. Die Schule und ihre Gremien lehnen eine solche Lösung ohnehin ab. „Wir wollen denen, die davon profitieren, nichts überstülpen“, sagte Hoppenstedt. Die Variante Anbau an die Bücherei-Elipse auf dem Schulhof für eine Million Euro kam gar nicht erst zur Sprache.

Bei zwei Enthaltungen seiner SPD-Mitglieder befürwortete der Ausschuss, dass die Verwaltung in einen konstruktiven Dialog mit der Schule treten soll.

Für einige der circa 160 Eltern, die ihre Kinder zur Offenen Ganztagsschule anmelden wollten, könnte die Verschiebung des OGS-Starts zur bitteren Pille werden. Denn, so Concilio: „Eine Garantie für einen Hortplatz können wir nicht abgeben.“ Die Verwaltung werde alles versuchen, um wie bisher die Nachfrage zu decken. So hofft Concilio, dass die Landesschulbehörde die bestehenden Interimslösungen mit ausgelagerten Hortgruppen in den Kindergärten Garten- und Kleinburgwedeler Straße weiter toleriert.

Anmeldeschluss für den Hortjahrgang 2013/2014 ist am 28. Februar. Neuzugänge würden nicht benachteiligt, versicherte die Erste Stadträtin. Auch bei den Eltern, die ihr Kind schon im Hort haben, werde der Bedarf überprüft.

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HAZ-Redakteur/in Martin Lauber

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