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Nachfrage nach Sterbegleitungen wächst

Burgwedel Nachfrage nach Sterbegleitungen wächst

Die Nachfrage nach einer Begleitung in der letzten Lebensphase wächst und wächst. Ohne Spender wie dem Verein Inner-Wheel-Club Wedemark-Langenhagen, der jetzt 1000 Euro stiftete, könnte der Ambulante Hospizdienst seine Arbeit nicht leisten.

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Hjördis Rimpler (von links), Beate Mühl und Brunhild Schrader-Olms (rechts) vom IWC sind vom neuen Hospiz-Wegweiser beeindruckt, mit dem sich die Koordinatorinnen Ursula Nacke (3. von links) und Ute Rodehorst für die Spende bedanken.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel/Wedemark/Isernhagen/Langenhagen. Das Geschenk kommt passend zum runden Geburtstag, auch wenn der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen gar nicht feiert. 2006 in der Trägerschaft des Kirchenkreises gegründet, musste er zunächst ehrenamtliche Helfer ausbilden, bevor er 2007 mit der Arbeit beginnen konnte.

Gegenüber den 53 Sterbebegleitungen im vergangenen Jahr waren es 2007 erst rund 15. Auf diese Anfänge will der Hospizdienst nächstes Jahr bei einer Feier zurückblicken. Die 1000 Euro des Inner-Wheel-Clubs Wedemark-Langenhagen sind gleichwohl auch jetzt mehr als willkommen. Die Frauenorganisation der Rotarier hat den Hospizdienst, der außer in Burgwedel und Isernhagen auch in der Wedemark tätig ist, nicht zum ersten Mal mit einer Spende bedacht, für die das Geld aus Beiträgen und unterschiedlichsten Aktionen der 34 Mitglieder stammt. Die IWC-Delegation unter Leitung ihrer Vorsitzenden Hjördis Rimpler ließ sich von den Koordinatorinnen des Hospizdienstes, Ute Rodehorst und Ursula Nacke, auf den Stand bringen.

80 Prozent der Menschen wollten in den eigenen Wänden sterben, erklärte Rodehorst. Mit der Bekanntheit der Hospizdienste wachse die Nachfrage. Mehr als 52 ausgebildete Sterbebegleiter stehen für die drei Nordkommunen aktuell zur Verfügung. Fortbildung und Supervision für die Ehrenamtlichen, Trauercafé, die Kosten der Geschäftsstelle – das sei ohne Spenden nicht zu leisten, so Rodehorst – auch wenn das neue Palliativ- und Hospizgesetz, nach dem jetzt Fahrtkosten mit den Krankenkassen abgerechnet werden können, den Verein jährlich um rund 3000 Euro entlasten werde. Auch rechtlich gebe es einen Schritt nach vorn: Die Sterbegleiter dürfen Klienten jetzt auch offiziell im Krankenhaus betreuen.

Auch das Trauercafé, wo Hinterbliebene jeden ersten Dienstagnachmittag des Monates mit anderen Betroffenen und Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen können, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bei 17 Personen beim letzten Termin wurde es schon ganz schön eng. Aber auch, weil nur eine steile Treppe dorthin führt, erwägen die Koordinatorinnen, ob die Treffen nicht besser ins barrierefreie St.-Petri-Gemeindehaus verlegt werden sollten.

Der Hospizdienst ist unter Telefon (05139)9 703 431 oder per E-Mail an info@ambulanterhospizdienst.de zu erreichen. Über die Webseite www.ambulanterhospizdienst.de kann der neue Hospiz- und Palliativ-Wegweiser herunter geladen werden. Offene Sprechzeiten gibt es im Mitteldorf 3 (Seiteneingang) dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr.

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