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Vivid Voices reißen 300 Zuhörer von den Stühlen

Burgwedel Vivid Voices reißen 300 Zuhörer von den Stühlen

Zweieinhalb Stunden Programm vor gut 300 Besuchern in der Aula des Gymnasiums Großburgwedel – und was für ein Programm! Pure Hör,- Seh- und Erlebnisfreude bescherte der vielfach preisgekrönte Jazz- und Pop-Chor Vivid Voices am Sonntag als musikalisches Vorabendprogramm zum Tatort.

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Lebendig sind nicht nur die Stimmen der Vivid Voices, sondern ist im 150-Minuten-Konzert auch immer wieder die Choreografie des Chors.

Quelle: Jürgen Zimmer

Großburgwedel. Studierende der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unter Leitung von Claudia Burghard, der Lehrbeauftragten für Jazz, Pop und Chorleitung, bilden die Formation der lebendigen Stimmen, die ihresgleichen sucht: stimmgewaltig, mitreißend und – barfuß. „Ohne Socken und Schuhe fühlen wir uns geerdet. Unser Körpergefühl ist viel intensiver“, erklärte eine Sängerin die bloßen Füße.

Die lautmalerischen a-cappella-Anteile im Repertoire präsentierten die Gruppen Sintonic, HörBänd und Sub5, die sich aus dem Chor heraus formiert und ihrerseits schon reichlich erste Preise eingesammelt haben.

Im April trat Vivid Voices mit der in den USA höchst populären Gesangsgruppe Take 6 in Washington D.C. auf – und jetzt in einer Kleinstadtaula? Nicole Friederichsen hat das ermöglicht. Die Großurgwedelerin ist im Vorstand des Bundesverbandes Trauerbegleitung unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Zusammen mit der Vorsitzenden Christine Stockstrom hat sie die Konzertreihe „Ein Lied für Dich“ entwickelt und den Sänger, Pianisten und Kabarettisten Matthias Brodowy als Schirmherrn gewonnen.

Das Prinzip ist einfach: Chöre, Orchester, Bands und Solisten präsentieren ihr Repertoire im Konzertformat und tragen so zur Popularität des Vereins bei. „Uns geht es in erster Linie darum, den Bekanntheitsgrad unserer Organisation zu erhöhen. Wenn noch ein kleiner Teil des Erlöses gespendet wird, umso besser“, erklärt Stockstrom.

Aber wie passen Musik, Fröhlichkeit, Lachen und Trauerbegleitung zusammen? Brodowy sieht da keinen Widerspruch: „Unsere Leistungs- und Spaßgesellschaft hat verlernt, mit Trauer und Trauernden umzugehen. Allen Betroffenen tut es gut, sich an Musik zu erfreuen.“ Zum Schluss sang der Schirmherr selbst am Klavier noch zwei seiner Lieder. Und ganz zum Schluss zusammen mit dem Chor seine Hymne an Hannover „Stadt mit Keks“. Und dann gab es die allerallerletzte Zugabe des Chors und lang anhaltende Ovationen des stehenden Publikums zum Dank für ein wunderbares Konzert.

Kontakt und Spenden unter bv-trauerbegletung.de

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Matthias Brodowy wird bei seinem Hannover-Song „Stadt mit Keks“ von den Vivid Voices begleitet.

Quelle: Jürgen Zimmer

Von Jürgen Zimmer

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