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Brötchen gibt es wieder durchs Kioskfenster

Engensen Brötchen gibt es wieder durchs Kioskfenster

Gute Nachricht für die Engenser: Der Kiosk gegenüber dem früheren Traditionsgasthof Zur Alten Posthof hat wieder einen Pächter. Am Sonnabend um 10 Uhr schiebt Ioaunis Ioannou zum ersten Mal das Kioskfenster auf - zum Kennenlernen. Ab Montag gibt es dann die Brötchen ab 6 Uhr.

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Ioaunis Ioannou öffnet am Sonnabend den Kiosk in Engensen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Engensen. Seit November standen Kiosk und Dorfladen an der Ramlinger Straße leer. Vorgänger Naser Bagersade hatte nach 25 Jahren sein Geschäft aufgegeben - mit schwerem Herzen, weil sich am Ende der Laden für ihn und seine Familie nicht mehr rentierte.

Mit viel Energie und Euphorie geht jetzt Ioaunis Ioannou die Sache an. Freitag, 11 Uhr: Der neue Pächter hat noch alle Hände voll zu tun. Seinen Kiosk können Kunden nun auch durch eine Tür neben dem Fenstertresen betreten. In dem etwa 35 Quadratmeter großen Lädchen sind die Wände bereits weiß getüncht, das Gros der Regale ist montiert. Der 66-Jährige sägt hier ein Brett und schraubt dort ein anderes an die Wand. Derweil säubert Ehefrau Maria die Regalböden, um sie anschließend mit Ware zu füllen. Mittendrin stehen Getränkekisten auf dem Boden zwischen  Werkzeugteilen. "Es sieht noch ein wenig chaotisch hier aus, aber bis morgen früh ist alles fertig", da ist die 60-Jährige zuversichtlich.

Am Sonnabend ist es so weit: Die Engenser müssen nicht mehr nach Wettmar oder Großburgwedel fahren, um frische Brötchen fürs Frühstück zu holen. Ioannou bezieht die Backwaren von der Celler Firma Kahlke. Das Familienunternehmen liefert rohe Ware. "Ich backe die Brötchen frisch hier vor Ort", berichtet der Vater von drei erwachsenen Kindern.

1963 kam der Grieche 12-jährig mit seinen Eltern nach Hannover. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Lehre als Bäcker. Danach sattelte er um und lernte den Beruf des Autoschlossers und später auch noch den des Heizungsmonteurs. Nicht genug damit: In den achtziger Jahren betrieb Ioannou dann ein griechisches Restaurant in Ronnenberg und danach einen Kiosk in Döhren.

Mittlerweile ist der 66-Jährige in Ruhestand. Doch auf dem Sofa würde es dem stets umtriebigen Mann  langweilig. "Meine Frau muss noch sechs Jahre lang in der Medizinischen Hochschule Hannover arbeiten. Und so lange will auch ich was tun", sagt der Rentner, der in Bothfeld wohnt.

Eis, Zeitungen und Zeitschriften, Süßigkeiten, Chips, Getränke, aber auch, was im Haushalt nicht fehlen darf, wie Zucker, Küchenpapier, Waschmittel oder Weichspüler, bietet der neue Pächter an. Zudem gibt es Lebensmittel in Konserven. "Und natürlich belegte Brötchen mit Kaffee", ergänzt Ioannou.

Ab Montag, 3. April, hat der Kiosk täglich inklusive der Wochenenden von 6 bis 12 sowie von 17 bis 21 Uhr geöffnet, mittwochs ist Ruhetag.

Von Katerina jarolim-vormeier

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