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St.-Petri-Kita bekommt Unterstützung von außen

Großburgwedel St.-Petri-Kita bekommt Unterstützung von außen

Die Krankmeldung fast aller Erzieherinnen hatte im Mai den St.-Petri-Kindergarten tagelang lahmgelegt, die Eltern kalt erwischt - und einen bis heute nicht gelösten Konflikt im Teams publik gemacht. Nun setzt der Kirchenkreis auf eine neue Leitung – zumindest vorübergehend.

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Erzieherin Ulrike Menze hat 20 Jahre Erfahrung mit dem Offenen Konzept: "Die Kinder sind viel ausgeglichener", sagt die 57-Jährige.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Kommunikation heißt das Gebot der Stunde. Intern sei dafür ein externer Supervisor engagiert worden, der „den Konflikt genau in den Blick nimmt“, sagt Annemarie Henning vom Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen und räumt ein: „Vielleicht haben wir damit zulange gewartet.“

Wo das Problem genau liegt, darüber wird der Mantel der Verschwiegenheit gehüllt. Die Leiterin Susanne Schauwenz-Köhne war im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen, just als die Kita dabei war, ein Offenes Konzept einzuführen. Bewegungs-, Kreativ-, Rollenspiel- und Essbereich waren bereits neu gestaltet worden und wollten mit Leben gefüllt werden. Das Team habe alles in seiner Macht unternommen und sich auf die Kinder konzentriert, sagt Henning. Die Eltern hätten sich nicht ausreichend mitgenommen gefühlt, benennt sie einen Teil des Problems.

Jetzt soll es Ulrike Menze richten. Die bisherige stellvertretende Leiterin des kirchlichen Kindergartens in Fuhrberg wird vom 12. September an in der Fünf-Gruppen-Kita am Großburgwedeler Küstergang die Leitungsaufgaben wahrnehmen, während Schauwenz-Köhne in der Langenhagener St.-Paulus-Kita, deren Chefin erkrankt ist, einstweilen die Leitung verstärkt.

Ulrike Menze praktiziert in Fuhrberg das Offene Konzept seit 20 Jahren. Nach eigener Aussage würde sie auch nicht mehr in einem anderen System arbeiten wollen. „Die Kinder sind viel ausgeglichener. Manche Probleme, und Verhaltensauffälligkeiten ergeben sich gar nicht, wenn die Kinder sich frei bewegen können“, das ist ihre Erfahrung. Ihre Bezugsperson suchten die Kinder sich selbstständig. Gleichzeitig blieben aber Gruppenstrukturen und feste Ansprechpartner – auch für die Eltern – erhalten.

Die 57-jährige Erzieherin und Heilpädagogin weiß genau, dass während der Umstellungsphase „die Ängste der Eltern sehr ernst genommen und die Kinder an die Hand genommen werden müssen“. Wie in Fuhrberg werde auch in der Petri-Kita dieser Prozess orientiert an den Bedürfnissen der Kinder behutsam angegangen.

Beim Wahlelternabend in der Tagesstätte wird Menze, deren Stellvertretung Andrea Herold übernimmt, sich am 21. September vorstellen und bei einem weiteren Infoabend das Offene Konzept ausführlich erläutern. Ein Kind war wegen der Umstellung abgemeldet worden. Aber insgesamt gilt es, neues Vertrauen aufzubauen. Von der unangekündigten Kita-Schließung betroffene Eltern hatten das Krisenmanagement scharf kritisiert und ein Vater sogar eine Beitragsrückerstattung gefordert.

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