Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Anschlag wirft einen Schatten auf Zeltfreizeit

Burgwedel Anschlag wirft einen Schatten auf Zeltfreizeit

Rouen ist mehr als 200 Kilometer entfernt, aber der Mord eines IS-Attentäters an einem Priester nahe der Hauptstadt der Normandie wirft auch auf die Ferienfreizeit Burgwedeler Kinder in der französischen Partnerstadt Domfront-en-Poraire einen Schatten.

Voriger Artikel
"Heute bin ich doof im Kopf"
Nächster Artikel
Diagnosegerät aus KfZ-Werkstatt getohlen

Auf der Naturrutsche mit dem Kanu in die Varenne - eine Riesengaudi.

Burgwedel/Domfront. "Nun hat der Terrorismus leider auch die Normandie erreicht. Wir mussten darüber reden und haben gemeinsam getrauert", berichtet Jugendpfleger Uli Appel, der die 22-köpfige Reisegruppe aus Burgwedel begleitet. Den von Touristenströmen frequentierten Mont St. Michel hatten die Verantwortlichen schon vorab von der Liste der Ausflugsziele gestrichen, um die Kinder an einem solchen "weichen" Anschlagsziel nicht unnötig Gefahren auszusetzen.

Mit zwei Bussen waren die 12- bis 15-Jährigen mit sechs Betreuern am Sonntag in Domfront angekommen – und erlebten gleich zur Begrüßung, was französiche Gastfreundschaft ist. Auf dem Campingplatz wartete ein Küchenzelt auf sie – komplett ausgestattet mit Kühschrank und Kochherden. Nach dem Aufbau der kleinen Zeltstadt wurde zuerst die mittelalterliche Altstadt erkundet. Tags drauf ging es zum Paddeln: Der Clou war eine Naturrutsche, auf der die Kanuten ins Wasser der Varenne sausten. Sommer pur erlebten die Kinder am Dienstag am Badesee von La Ferte-Mace und am Mittwoch an der Atlantikküste bei Jullouville.

Seit 2001 campieren die Burgwedeler alljährlich mit einer Jugendfreizeit in Domfront. Die Partnerstadt hat auch diesmal dem Besuch bei einem gemeinsamen Essen mit 80 Gästen offizielle Weihen verliehen. Bis zur Heimfahrt am Wochenende wartet auf die Gruppe unter anderem noch ein Erlebnistag im Hochseilgarten.

Uli Appel, vor 20 Jahren der Gründungsvorsitzende des Partnerschaftsvereins, trifft mittlerweile überall im Domfront auch junge Leute, die Burgwedel in Niedersachsen aus eigener Anschauung kennen. "Früher war unsere Zeltfreizeit die tragende Säule, mittlerweile macht uns die Patenschaft zwischen den Gymnasium Konkurrenz", bilanziert er mit einem Augenzwinkern. Überalterung, da ist der Jugendpfleger sicher, drohe dieser Städtepartnerschaft nicht. 


doc6qrxie9y7hg148z3bodq

Fotostrecke Burgwedel: Anschlag wirft einen Schatten auf Zeltfreizeit

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten