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Gegen das Vergessen

Burgwedel Gegen das Vergessen

An die Opfer der Todesmärsche von KZ-Häftlingen, die in den letzten Kriegswochen auch durch Großburgwedel und Fuhrberg führten, wird am Sonnabend, 8. April, an der Scheune der Pestalozzi-Stiftung in Großburgwedel erinnert.

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An der Scheune der Pestalozzi-Stiftung erinnert eine Gedenktafel an die Ermordung von KZ-Häftlingen, die dort auf dem Marsch nach Bergen-Belsen eingepfercht worden waren.

Quelle: Archiv

Burgwedel/Fuhrberg. Fast auf den Tag genau 72 Jahre liegen jene grauenhaften Ereignisse zurück, die am Sonnabend, 8. April, an der Scheune der Pestalozzi-Stiftung in Großburgwedel ins Gedächtnis zurück gerufen werden: Halb verhungerte Häftlinge - auf dem Todesmarsch von einem der hannoverschen Außenlager des KZ Neuengamme nach Bergen-Belsen - waren dort in der Nacht zum 7. April 1945 von SS-Wächtern erschossen worden, weil sie versucht hatten, Brot von einem Proviantwagen zu nehmen. Nach dem Bericht eines Augenzeugen waren es etwa 20 Opfer, der Gedenktafel an der Scheune zufolge mindestens drei. Unter den Tausenden KZ-Häftlingen, die in den letzten Kriegswochen unter unmenschlichsten Bedingungen durch Großburgwedel und Fuhrberg getrieben wurden, wurden viele weitere durch Genickschuss ermordet, wenn sie nicht mehr weiter konnten.

Mehrfach hatten seit 2005 auf Einladung der Bürgerinitiative gegen das Vergessen Augen- und Zeitzeugen an der Pestalozzi-Scheune berichtet, wenn die Buß- und Erinnerungsmarschierer aus Hannover an diesem authentischen Tatort Station machten. Unter Leitung von Wolfgang Schwenzer werden sie am 8. April zum 36. Mal dem Weg der KZ-Häftlinge folgen. Gegen 10.30 Uhr werden sie an der Scheune an der Pestalozzi-Straße 22 von der BI mit heißen Tee erwartet. Schwenzer will dort unter anderem über Erinnerungskultur in Großburgwedel sprechen, bevor es nach einem Stopp am Mahnmal auf dem Friedhof weiter nach Fuhrberg geht. Dort erwartet die Ludwig-Harms-Kirchengemeinde die Teilnehmer des Bußmarsches gegen 13 Uhr mit Pilgerbrötchen.

Jedermann ist an jedem der Gedenkorte willkommen und kann sich auch dem Marsch anschließen.

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Von Redakteur Martin Lauber