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Der Springhorstsee war das Lebenswerk der Berkhans

Großburgwedel Der Springhorstsee war das Lebenswerk der Berkhans

Walter Berkhan, Mister Springhorstsee, ist in der vergangenen Woche im Alter von 94 Jahren gestorben. Zu seinem Lebenswerk gehören zahlreiche Gastronomieerfolge.

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Gemeinsam haben sie den Springhorstsee zu einer touristischen Adresse gemacht: Walter Berkhan ist vergangene Woche zwei Jahre nach seiner Frau Annemarie gestorben.

Quelle: Lauber (Archiv)

Burgwedel. Gemeinsam mit seiner Frau Annemarie war er der richtige Mann am richtigen Platz - vor 45 Jahren, als beide begannen, den beim A-7-Bau entstandenen Springhorstsee zuerst als Campingrevier, dann als gut angesehene Gastro- und Hoteladresse zu erschließen und kultivieren. Vergangene Woche ist Walter Berkhan - zwei Jahre und vier Monate nach seiner schmerzlich vermissten Ehefrau - 94-jährig gestorben. Die Trauerfeier beginnt heute um 14 Uhr in der Großburgwedeler Friedhofskapelle.

Bis zu seinem Tod wohnte Berkhan noch im Haus auf dem 1970 mit 480 Stellplätzen parkähnlich angelegten Campingplatz - mit Blick auf sein „geliebtes Lebenswerk, den Springhorstsee, den wir liebevoll und dankbar weiterführen werden“, wie seine Nachkommen in der Todesanzeige versprochen haben. Zu diesem Lebenswerk gehört auch das 1972 eröffnete Restaurant, das der Enkel führt, und das wenig später gebaute Hotel am Springhorstsee, das seine Tochter gemeinsam mit ihrem Ehemann führt.

Bis zum Schluss spazierte Walter Berkhan täglich am Seeufer, saß fast noch jeden Tag am Steuer seines Geländewagens. Den Campingbetrieb hatten er und seine Frau - beide noch mit über 90 ein Wunder an Agilität - erst vor wenigen Jahren an die Tochter übergeben. Da lag die Gnadenhochzeit schon hinter ihnen.

Mit der Freizeitoase vor den Toren der Stadt hat der Verstorbene sich touristisch verewigt. Bei den Burgwedelern und über die Stadt hinaus waren Annemarie und Walter Berkhan aber schon lange vorher für ihre Tatkraft bekannt. Denn als „Kinomultis“ hatte das Ehepaar in den Fünfzigern in Großburgwedel im Gloria an der Von-Alten-Straße, aber auch in Mellendorf, Wettmar, Burgdorf und Schwarmstedt die Leinwände flimmern lassen. Ab 1961 waren sie dann die Wirte in Großburgwedels neuem Freibad, und ab 1965 leiteten sie den Krankenhauskiosk.

von Martin Lauber

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