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Freie Sicht auf Radweg zum Schulzentrum

Burgwedel Freie Sicht auf Radweg zum Schulzentrum

Die Stadt Burgwedel hat die Radler aus dem grünen Tunnel geholt: Sie hat den Radweg zum Schulzentrum und zum Freibad freischneiden lassen - und will ihn noch 2016 um 300 Meter bis zur Umgehungsstraße verlängern.

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ADFC-Chef Steffen Timmann und Harald Rietz vom Bauamt der Stadt Burgwedel testen die entschärften Kurven des City-Ramhorst-Radweges.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Schulzentrum und Freibad in Großburgwedel sind für Radler ab sofort komfortabler und auch ungefährlicher zu erreichen. Die Stadt hat den viel befahrenen Radweg dorthin regelrecht freigeschnitten. Und noch eine gute Nachricht für Zweiradfahrer: Die Region Hannover spendiert Burgwedel in diesem Jahr 100 neue Radbügel.

Für den alten Zustand auf der Hauptverbindungsachse zwischen Burgdorfer via Pestalozzistraße zur Ramhorst findet Steffen Timmann, Vorsitzender des Radfahrclubs ADFC Burgwedel, nur einen Begriff: "Das war ein Tunnel" – und zwar ein grüner. Aus allen Zäunen links und rechts rankten Zweige in den Fahrweg. Und ob Gegenverkehr hinter den beiden fast rechtwinkligen Kurven in seinem Verlauf lauerte, das hätten Radler wegen der schlechten Sichtverhältnisse bisweilen laut Timmann erst nach einem Zusammenstoß festgestellt – schmerzhaft bei manchem Sturz.

Vom Saulus zum Paulus der Radwege hat sich die Achse nun aber gemausert – denn der ADFC, der auf seiner Homepage adfc-burgwedel.de seit vergangenem Herbst in einer "Mängelliste" kritische Stellen sammelt, läuft bei der Stadtverwaltung offene Türen ein. Harald Rietz vom Bauamt ist dort sein Ansprechpartner – zwei Arbeitstreffen der beiden pro Woche sind keine Ausnahme. "Der Anstoß kam vom ADFC", sagt Rietz.

Er hat bei der Verbesserung des City-Ramhorst-Radweges keine halben Sachen gemacht, den Radius der gefährlichsten Kurve abflachen und gleich neue Lampen aufstellen lassen, die ihr Licht nach dem Freischneiden nicht mehr wie bisher im Blattwerk der Bäume verströmen. Rietz hat zudem eine Verlängerung des Radweges um rund 300 Meter in Planung. Entlang des Skater-Platzes gegenüber dem Freibad soll er noch 2016 bis zur Umgehungsstraße weitergeführt werden.

Kein Wunder, dass der ADFC-Chef die Zusammenarbeit lobt. Hatte Rietz doch auch den Vorstoß des Clubs unterstützt, einen Fachplaner mit einem umfassenden Radwegeverkehrskonzept zu beauftragen, das rund 30 000 Euro gekostet hätte. Bei der Ratsmehrheit gab es im Juli 2015 dafür jedoch kein grünes Licht. Die Verwaltung möge lieber peu à peu "für die Beseitigung von Schwachstellen" sorgen. Solche sammelt der ADFC seitdem fleißig. Eine formlose E-Mail an s.timmann@adfc-hannover.de reiche aus, ermuntert der Vorsitzende zum Mitmachen. Auch auf der Stadt-Homepage burgwedel.de gibt es unter "Belange des Radverkehrs" die Möglichkeit für Bürger, Hinweise zu geben.

1500 Radbügel will die Region Hannover in diesem Jahr finanzieren, 100 davon darf die Stadt Burgwedel aufstellen. Die Standorte würden noch festgelegt, sagt Harald Rietz, die Ortsteile dabei nicht vergessen.

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