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Radweg-Beschleuniger aus der Stadtkasse?

Burgwedel Radweg-Beschleuniger aus der Stadtkasse?

Das Land Niedersachsen hat sein Radwegekonzept fortgeschrieben. Unter den landesweit 144 Projekten im „vordringlichen Bedarf“ befinden sich auch die lange geforderten Radwege zwischen Großburgwedel und Schillerslage sowie von Engelbostel nach Berenbostel.

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Am Oldhorster Kreisel sollen Radwege in alle Richtungen angedockt werden - entlang der Landesstraße Richtung Großburgwedel und Oldhorst, aber auch entlang der Kreisstraße 116 nach Neuwarmbüchen und Thönse.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel/Langenhagen. Durchschnittlich eine Viertelmillion Euro kostet jeder Radweg-Kilometer. Für sein Radwegekonzept 2016 stellt das Land 100 Millionen Euro zur Verfügung, die nach Aussage von Ministeriumssprecherin Sabine Schlemmer-Kaune aber „über einen längeren Zeitraum“ angesetzt seien. Die Liste abzuarbeiten, werde sicher zehn Jahre dauern. Die ersten Projekte sollten aber möglichst 2017 beginnen.

Nicht nur, weil außer einer Absichtserklärung der Landesregierung auch Planung und Grunderwerb viel Zeit erfordern, sind konkrete Termine für Einzelvorhaben derzeit nicht zu haben. Städte und Gemeinden können aber theoretisch Einfluss nehmen auf das Timing. "Freiwillige Leistungen engagierter Kommunen können die Realisierung einzelner Projekte auch weiterhin beschleunigen", heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. "Wenn eine Kommune sich in Form von Planungskosten oder Grunderwerb beteiligt, kann sie im Ranking nach oben rutschen", übersetzt Schlemmer-Kaune.

"Ein fragwürdiges Prinzip", kommentiert Axel Düker, Bürgermeister der schuldenfreien Stadt Burgwedel, die sich einen solchen "Beschleuniger" theoretisch leisten könnte. Beim Bau des Oldhorster Kreisels hatte der Burgwedler Tiefbauausschuss 2011 eine solche finanzielle Beteiligung aber schon einmal aus prinzipiellen Gründen einhellig abgelehnt. Andererseits sagt Düker: "Wir brauchen den Radweg auf jeden Fall. Denn weder das Heisterholz noch Oldhorst haben eine Radwegeanbindung." Die seit Jahren vage Prognose über einen Baubeginn durch einen verbindlichen Zeitplan zu ersetzen, sei es durchaus wert, dass man in den politischen Gremien darüber spricht.

Das Landesamt für Straßenbau hat 13 Geschäftsbereiche, für jeden gibt es eine Liste mit einem Ranking. Im Geschäftsbereich Hannover steht der 7,4 Kilometer Radweg von Großburgwedel über Heisterholz und Oldhorst nach Schillerslage auf Platz 6. Der zwei Kilometer lange Radweg von Engelbostel nach Berenbostel steht auf Platz 4. Behördenleiter Friedhelm Fischer sagte dieser Zeitung schon im März, dass bereits 2017 der Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden könnte.

Thönse nach Neuwarmbüchen: Region will noch 2016 bauen

Für den Radweg an der Kreisstraße 116 von Thönse nach Neuwarmbüchen hat die Region Hannover 600 000 Euro im Haushalt 2016 für den Bau des Radweges vorgesehen. Die Planungen laufen auch schon, nächster Schritt ist dann der Grundstückserwerb. „Wir streben einen Baubeginn noch in diesem Jahr an“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

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