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E-Säule hatte seit Juli 25 Kunden

Großburgwedel E-Säule hatte seit Juli 25 Kunden

Sie werden leiser durch die Fußgängerzone rollen als die US-Sportwagen und die Oldtimer bei ihrem Korso: Bei der Automeile Großburgwedel am Sonnabend, 30. September, starten auch einige Elektroautos zu einer Rundfahrt.

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Ende Juli wurde die E-Säule auf dem Rathausplatz in Betrieb genommen. Noch stehen die Parkplätze davor aber meist leer.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Verantwortlich dafür ist Sebastian Willing, begeisterter Elektro-Mobilist aus Thönse, der zur Automeile Gleichgesinnte eingeladen hat, mit denen er sich einmal monatlich in Sehnde zum Stammtisch trifft. Sieben von ihnen hätten zugesagt, für einen Erfahrungsaustausch zur Verfügung zu stehen. Einer sei darunter, der schon mehr als 200.000 Kilometer "rein elektrisch" unterwegs sei.

Da kann Willing selbst nicht mithalten, seine Familie hat ihren gebrauchten japanischen E-Van erst seit wenigen Monaten. Obwohl die Thönser im lokalen Alltagsverkehr dank der heimischen Steckdose auf eine öffentliche Infrastruktur nicht angewiesen sind, macht der Familienvater wo immer möglich Werbung für die so genannte Werbe-Ladesäule auf dem Rathausplatz in Großburgwedel, die Ende Juli in Betrieb genommen wurde.

Dass diese Stromtankstelle Bestandteil eines Pilotprojekts ist, mit dem Energieversorger Avacon versucht, die Geschäftsmodelle Lade-Infrastruktur und Werbevermarktung miteinander zu koppeln, hat für Burgwedeler E-Mobilisten einen großen Vorteil: Sie können bis auf Weiteres zum Nulltarif tanken - ganz abgesehen davon, dass die Ladesäule auch für die Stadt kostenlos war.

Bisher sind, wie Avacon auf Anfrage mitteilte, auf dem Rathausplatz ganze 25-mal Fahrzeuge erfolgreich geladen worden. Dabei wurden knapp mehr als 500 Kilowattstunden Strom abgesetzt.  Dreimal wurde ein Fahrzeug angeschlossen, ohne einen Ladevorgang auszulösen - vermutlich gab es Komplikationen, so der Energieversorger. "Schwachstelle scheint einer der beiden Stecker zu sein", sagte Sprecher Ralph Montag. "Wir hoffen, dieses technische Problem in Kürze dauerhaft lösen zu können."

Sehr erfreulich aus Sicht des Betreibers der Ladesäule ist, dass bereits acht Verträge mit lokalen Gewerbetreibenden für Werbung auf dem Display der Ladesäule abgeschlossen werden konnten. "Damit haben wir in Großburgwedel bisher den größten Erfolg in der Akquise von Gewerbetreibenden", berichtet Montag. "Die Werbeeinnahmen helfen uns, die recht hohen Kosten für das Anbieten der Lade-Infrastruktur zu dämpfen."

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