Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Tiefdruckgebiet nach Burgwedeler benannt

Burgwedel Tiefdruckgebiet nach Burgwedeler benannt

Ein Tiefdruckgebiet wird höchstens fünf Tage alt – und eines 2017 den Vornamen des Burgwedelers Gordon Brodte tragen. Der kann seinen Namen dann europaweit in Nachrichtensendungen, Zeitungsberichten und im Radio verfolgen.

Voriger Artikel
Landmarkt erhält Probezeit
Nächster Artikel
Mann fuhr mit drei Promille einen VW-Bus

Dank der Internet-Buchungsgeschwindigkeit von Vanessa Brodte, wird das erste Tiefdruckgebiet 2017 mit dem Anfangsbuchstaben „G“ nach ihrem Ehemann Gordon benannt.

Quelle: Patricia Chadde

Burgwedel. Dank eines findigen Berliner Meteorologen kann man einem Hoch- oder Tiefdruckgebiete per Patenschaft seinen Vornamen verpassen. „Das passt perfekt zum Humor meines Mannes Gordon“, dachte sich Vanessa Brodte und war schnell am Computer. Sie hatte Erfolg – und konnte für 2017 das erste Tiefdruckgebiet mit dem Anfangsbuchstaben „G“ erwerben. „Wenn es mit Hagel, Sturm und Schnee einhergeht, gibt es bestimmt Mecker von den Nachbarn“, scherzt Gordon Brodte. Das Großburgwedeler Unternehmerpaar hatte schon einmal die Idee einer Patenschaft gehabt und ein Zwerg-Dikdik aus dem Zoo Hannover adoptieren wollen – wegen seines lustig klingenden Namens. Aber so eine Antilope ist dann doch teurer als ein Tiefdruckgebiet, für das etwa 180 Euro in Rechnung gestellt werden.

Vanessa Brodte hätte sich 2017 übrigens ein Hochdruckgebiet gönnen können, denn in ungeraden Jahren wird schönes Wetter mit Frauennamen tituliert. „Aber zu mir passt eher ein Stern“, findet die junge Mutter und lacht. Während 2017 etwa 140 Männernamen auf den europaweiten Wetterkarten auftauchen werden, sind Frauennamen dann nur rund 50-mal vertreten. „Hochdruckgebiete können 14 Tage dauern, während Tiefs nur drei bis fünf Tage verweilen“, weiß Gordon Brodte inzwischen.

Mit der Namenspatenschaft, einer Finanzierungsidee der Berliner Wetterstation in Dahlem, hat schon jetzt anhaltende Begeisterung für meteorologische Fachfragen beim Ehepaar Einzug gehalten. Nur die Tochter schaut angesichts des neuen ungewöhnlichen Hobbys der Eltern mitunter augenrollend gen Himmel – was allerdings nichts mit der Berurteilung von Schleier- oder Gewitterwolken zu tun hat. Ihre Eltern unterstützen mit der Patenschaft eine der weltweit am längsten andauernden Klimabeobachtungen – in jedem Fall ein gutes Werk. „Jetzt heißt es abwarten“, so Gordon Brodte, der neugierig ist, ob „sein“ Tief kühl oder stürmisch gerät.

Von Patricia Chadde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smrsrj94lkigslierm
Weihnachtsmarkt-Fans kommen auf ihre Kosten

Fotostrecke Burgwedel: Weihnachtsmarkt-Fans kommen auf ihre Kosten