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Empfang rückt Helfer in Fokus

Burgwedel Empfang rückt Helfer in Fokus

Ein Empfang am Donnerstagabend im Amtshof hat all jene in den Mittelpunkt gestellt, die sonst bei ihrem regelmäßigen Engagement in der Integrationsarbeit vor allem ihre Gegenüber sehen.

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"Und wer sind Sie?“ Julieta Beine (links) gibt allen Integrationshelfern die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit vorzustellen.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel. Die größte Anerkennung kam von den Hilfesuchenden selbst: Stellvertretend für viele andere Flüchtlinge, die in den vergangenen rund zweieinhalb Jahren nach Burgwedel gekommen waren, traten zwei junge Frauen aus Syrien und dem Iran sowie ein Syrer nacheinander ans Rednerpult und schilderten, welche Hilfe ihnen engagierte Bürger hatten zuteil kommen lassen. "Sie alle geben uns das Gefühl, dass wir zu dieser Gesellschaft gehören“, bedankte sich der junge Familienvater.

Eingeladen zum Empfang hatte die "Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen“ in Person von Julieta Beine. Und wie viele bürgerschaftliche Angebote es mittlerweile in diesem Bereich gibt, das wurde bei der Vorstellungsrunde deutlich. Ob IKM-Treff oder Deutsch-Unterricht, ob Lesementoren oder Familienbetreuer, ob das Team der Fahrradwerkstatt oder die St.-Petri-Arbeitsgruppe, ob die Helfer aus Fuhrberg oder die Mütter des "Rucksack“-Projekts, ob private Dolmetscher oder Tafel-Mitstreiter, ob "Kleiderei“-Team oder Hausaufgaben-Helfer: Sie alle erhielten die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit kurz vorzustellen.

"Viele von Ihnen arbeiten fast in Vollzeit in ihrem Ehrenamt“, lobte Bürgermeister Axel Düker in seinem Grußwort. Anfangs habe man als Stadtverwaltung nicht mal gewusst, wie man alle Flüchtlinge unterbringen sollte. "Heute können wir alle auf das Geleistete stolz sein“ – ein Verdienst des großen bürgerschaftlichen Engagements. Der Austausch zwischen den Ehrenamtlichen und Geflüchteten habe die Stadtgesellschaft reicher gemacht.

"Danke für Ihre Zeit, Kraft und Zuwendung“, schloss sich auch der städtische Sozialarbeiter Otto Krull an. Die Förderung der Sprache bleibe auch im nächsten Jahr eine wichtige Aufgabe, doch neue Fragen kämen hinzu – die nach Schulabschluss, Ausbildung und Arbeit etwa, aber auch nach eigenem Wohnraum oder der Mitgliedschaft im Sportverein.

Von Frank Walter

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