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Ein Adventskonzert der etwas anderen Art

Burgwedel Ein Adventskonzert der etwas anderen Art

Der Chor TotalVokal aus Wettmar und das A-cappella-Quintett Hörband aus Hannover haben sich für ein Doppelkonzert im Gymnasium zusammengetan – und den Musikgeschmack und die Lachmuskeln ihrer Zuhörer getroffen.

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Der Chor TotalVokal aus Wettmar singt bekannte und selten zu hörende Lieder.

Quelle: Jürgen Zimmer

Großburgwedel.  Die Menschentraube vor den noch geschlossenen Türen der Aula des Großburgwedeler Gymnasiums reichte am Dienstagabend bis weit in den Eingangsbereich der Schule hinein. Gab es etwas umsonst? Ja, gab es: „Das etwas andere Adventskonzert“ des Chors Total Vokal – „dem jungen Chor Wettmar“ - und der zurzeit angesagtesten A-cappella-Gruppe aus Hannover, der HörBänd. Und das alles bei freiem Eintritt. Gut 300 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen.

Zu Recht, denn es gab von beiden neben traditionellen und bekannt-beliebten Titeln auch selten präsentierte Stücke zu hören. Vom Chor „African Noel“ zum Beispiel, ein afrikanischer Choral für gemischten Chor arrangiert, und „The most wonderful Time of the Year“, zuletzt von Andy Williams wieder populär gemacht. Klar, auch der rotnasige Rudolph war dabei und mit dem Publikum zusammen „Es ist ein Ros entsprungen“.

Und dann die HörBänd. Deren Mitglieder stellen sich nicht einfach hin und singen. Sie nehmen die Bühne ein, obwohl sie nur zu fünft sind, Karolina Eurich, Sven-Arne Zinnke, Joshua Bredemeier, Silas Bredemeier und Jan Thomas Pruscha. Sie sind frech, ironisch, spritzig und witzig, eine Reihe positiver Adjektive. Sie vermitteln pure Hörfreude, zu der sie eine eigenwillige Choreographie anbieten. Es macht schlichtweg Freude, der Gruppe zuzusehen und vor allem zuzuhören. Der „Schneewalzer“ ist noch nie walziger und schneeiger vorgetragen worden. In neuem Textgewand kam „Alle Jahre wieder, frag ich mich, wann die Verwandtschaft wieder fährt …“ daher. Auch „Der König der Erden“, ein kleines, böses Lied über Weihnachten bei „Familie total normal“, war Training für die Lachmuskeln.

Beide Ensembles sind, wenn man so will, noch Neulinge. Der Chor wurde vor acht Jahren als junger Ableger des MGV Wettmar gegründet, Die HörBänd, die dank Karolina Eurich „wahrscheinlich weiblichste Boygroup der Welt“, gibt es seit 2014. Silas Bredemeier hatte vor drei Jahren den Wettmarer Chor vom Gründer Keno Weber übernommen. „Ich bin da in große Fußstapfen getreten, das hat mich auch gereizt, einen schon fertigen Chor zu übernehmen.“ Bredemeier hat ein Faible für neue deutsche Musik. „Die will ich auch in den Chor reinbringen“, versprach er.

Ein erlebnisreicher Konzertabend - beileibe nicht umsonst, obwohl kostenlos.

Von Jürgen Zimmer

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